Freiwillige unterstützen TuS Sudweyhe

Quidditch zum Abschluss der Bufdi-Zeit geplant

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Justin Hoppe (19, r.), Kilian Fahrenholz (18) sowie Keno Behrmann (18, l.) betreuen beim TuS Sudweyhe die Sportler.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Erstmals bietet der Turn- und Sportverein Sudweyhe drei Teilnehmern am Bundesfreiwilligendienst (Bufdis) die Möglichkeit, sich einerseits sportlich weiterzuentwickeln und andererseits im Sport- und Gesundheitszentrum die Trainierenden zu betreuen.

Justin Hoppe (19) aus Kirchweyhe, Kilian Fahrenholz (18) aus Kirchweyhe sowie Keno Behrmann (18) aus Sudweyhe unterstützen die Festangestellten, leiten außerdem Arbeitsgemeinschaften an den Grundschulen Sudweyhe und Kirchweyhe und trainieren Fußballteams verschiedener Altersklassen. „Wir arbeiten in verschiedenen Schichten“, erklärt Turner Kilian Fahrenholz, weshalb Sportler das Trio selten antreffen. 

Der 18-Jährige hat die Realschule in Kirchweyhe beendet und strebt eine Lehre an. Er will sich in dem Jahr beim TuS für eine Berufsausbildung inspirieren lassen. Möglicherweise wechselt er aber auch in die Oberstufe, um beispielsweise in Bremen das Sportabitur abzulegen. Bis es soweit ist, möchte er die auf Baltrum erworbene Lizenz, Trainern zu assistieren, um eine Übungsleiterlizenz Fitness und Gesundheit erweitern.

Die Fußballer Justin Hoppe und Keno Behrmann haben in diesem Jahr an der KGS Leeste die zwölfte Klasse mit dem Abitur abgeschlossen und wie Fahrenholz im August den Dienst beim TuS begonnen. Hoppe sieht das Programm unter anderem als Vorbereitung für sein Pädagogikstudium: Er möchte Lehrer werden und bekommt jetzt schon Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln, Gruppen anzuleiten. Hoppe hat festgestellt, dass Integration durch Sport sehr gut funktioniert. „Regelmäßige Treffen zu einem gemeinsamen Ziel verbindet“, sagt er. 

Fast keine Kosten für den TuS

Seine Leistungskurse, Deutsch und Geschichte, sollen im Rahmen eines Studiums für einen späteren Unterricht in der Sekundarstufe I thematisch fortgeführt werden. „Die Bufdi-Zeit nutze ich außerdem, um mich über die möglichen Studienstandorte Göttingen, Lüneburg und Halle zu informieren.“ Der angehende Student will wie Behrmann in den kommenden Monaten die „C“-Trainerlizenz für Fußball erwerben. Derzeit trainiert der Kirchweyher privat eine U14-Mannschaft und im Rahmen des Freiwilligendienstes zusammen mit Behrmann die G-Jugend. Beide haben sich für den Bufdi bewusst den TuS Sudweyhe ausgesucht, und sich vor etwa einem Jahr beworben.

Der TuS trage fast keine Kosten. Offiziell sei das Trio beim ASC Göttingen beschäftigt, der den Freiwilligendienst organisiert, so das Trio. Jeder beziehe monatlich rund 350 Euro als eine Art Taschengeld. Der Sudweyher Verein müsse lediglich fünf von 20 Seminartagen übernehmen. In diesen Unterrichtseinheiten können sie sich beispielsweise mit Trendsportarten beschäftigen.

Das laut Hoppe mit Rugby verwandte Quidditch-Spiel aus der Zauberwelt von Harry Potters will der 19-Jährige in Sudweyhe im Rahmen seines eigenen Abschlussprojekts einführen. Das Besondere: „Frauen und Männer bilden gemeinsam ein Team.“ Studenten in den USA hatten im Jahr 2005 einen Weg gefunden, den Harry-Potter-Sport an eine Welt anzupassen, in der Besen nicht fliegen können.

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