„jung & geistreich“ verlegt „Cuber“ eines Berliner Autoren

Postapokalyptisch

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Die 18-jährigen Florian Krüger (l.) und Joshua Brauns (r.) verlegen das Werk des Berliners Robert Lukasczyk (24).

Erichshof - Von Sigi Schritt. Es gibt viele Autoren, die auf ihren Manuskripten sitzen bleiben, weil Verlage ihnen keine Chancen einräumen und aus ihrem Material Bücher veröffentlichen. Der Jura-Student Florian Krüger (18) aus Erichshof kennt das aus eigener Erfahrung, nachdem er noch als angehender Abiturient der KGS Leeste einen gesellschaftskritischen Familienroman geschrieben hatte. Er entschloss sich, mit seinen Freunden einen eigenen Verlag zu gründen. Dieser besteht seit einem Jahr und bringt jetzt den Sciencefiction-Roman des Berliner Autors Robert Lukasczyk auf den Markt.

Es gibt eine gewisse Parallelität zwischen dem 24-Jährigen aus der Hauptstadt und Krüger. Beide hatten ihre Exposés mehreren Verlagen vorgestellt, aber keine Verleger gefunden. Krüger bewies trotz seiner Minderjährigkeit den Mut, die Hartnäckigkeit und das Durchhaltevermögen zur Firmengründung und gewann seine Mutter Nicole, eine Bankkauffrau, für die Buchhaltung. Krüger berief außerdem seinen Freund Joshua Brauns, Grammatik- und Orthografie-Ass, der einen Deutsch-Leistungskurs belegt hatte, als Lektor in die Geschäftsleitung.

Krügers Erstlingswerk, Auflage 1000 Exemplare, ist bis auf einen kleinen, unveräußerlichen Restbestand verkauft, sagen Krüger und Brauns. Sie hätten bei diesem Projekt sogar einen leichten Gewinn eingefahren. Dabei blieb es nicht: Die beiden Einser-Abiturienten gewannen einen finanzkräftigen Sponsor für ihren Verlag, um in mehreren Bremer Schulen kreative Schreibworkshops zu organisieren. Außerdem hat der Verlag zwischenzeitlich ein kostenloses Monatsmagazin mit Hilfe einiger Sponsoren erfolgreich herausgegeben.

Auf die Firmengründer wurden schließlich mehrere TV-Sender aufmerksam. Der Bericht des NDR veranlasste den Berliner Autor, sich an die Weyher zu wenden. Sein Stoff hat Potenzial, urteilten Krüger und Brauns. Bis der Berliner sein 300-seitiges Werk „Cuber, Band 1, Alles auf Anfang“ fertig hatte, mussten die Weyher Druck machen. Herausgekommen ist eine laut Krüger „postapokalyptische Sci-Fi Geschichte“, deren Inhalt in der Zukunft spielt und durch den Protagonisten Emil Junus aus der ersten Person erzählt wird. Ein Komet streift an der Erde vorbei und zerstört die bekannte Welt. Junus wacht in einem verschütteten Keller auf. Er begegnet sonderbaren Wesen, die nur zerstören wollen. „Das Werk wirft moralische Fragen auf, etwa, ob man töten darf, um selbst zu überleben“, so Brauns. Das Besondere: Das Buch enthält QR-Codes, so dass Leser Hintergründe erfahren können.

ISBN: 978-3-00-051547-7

www.buch-cuber.de

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