Jahreshauptversammlung in der Grundschulmensa: Ausbildungsstand verbessert / Rückgang bei der Dienstbeteiligung

Erichshofer Wehr stellt jetzt 42 Einsatzkräfte

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Geehrte und Ehrende (v.l.): Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Ortsbrandmeister Sven Derda, Vize-Ortsbrandmeister Christian Hollmann, Dennis Menke, Gemeindebrandmeister Norbert Warnke und dessen Stellvertreter Bernd Scharringhausen.

Erichshof - Von Rainer Jysch. Für den erst im vergangenen Jahr ins Amt gewählten Chef der Ortsfeuerwehr (OFw) in Erichshof, Sven Derda, war es die erste Jahreshauptversammlung, zu der er am vergangenen Sonnabend in die Räume der Grundschule Erichshof geladen hatte. Traditionell gehört die OFw in Erichshof zu den ersten Wehren, die im Januar Erlebnisse und Ereignisse der vorausgegangenen zwölf Monate Revue passieren lassen.

Insgesamt verzeichnet die Wehr 42 aktive Mitglieder. Davon waren vor Silvester fünf Mitglieder von der Jugendabteilung in den Einsatzdienst gewechselt. Die Folge: Die Mitgliederzahl bei der Jugendfeuerwehr sank damit auf nur noch 16 Jugendliche. Die Führung will im laufenden Jahr durch eine gezielte Mitgliederwerbung wieder zur alten Personalstärke zurückfinden, wie der Jugendfeuerwehrwart mitteilte. Die Zahl der Alterskameraden sank auf elf Personen.

Durch zahlreiche Lehrgänge konnte der Ausbildungsstand der Feuerwehrleute weiter verbessert werden. Verbesserungen will die Ortswehr auch bei der Dienstbeteiligung erzielen, kündigt Derda an. Trotz einer „teilweise hervorragenden Beteiligung einzelner Mitglieder“, musste der Ortsbrandmeister aber insgesamt von einem Rückgang bei der Dienstbeteiligung von 53 Prozent (2014) auf 48 Prozent (2015) berichten.

Bei 22 Einsätzen, davon zwölf Brandeinsätze, konnte die Erichshofer Wehr teilweise überörtliche Hilfe leisten. Als besondere Ereignisse nannte Derda den Großbrand bei einem Entsorgungsbetrieb in Brinkum, den Brand eines Putenstalles in Sudweyhe sowie die Löschmaßnahmen bei einem in Brand geratenen Unterstand für Einkaufswagen eines örtlichen Supermarktes. Zusätzlich waren technische Hilfeleistungen bei Sturm- und Wasserschäden und ähnliche Dienste abzuleisten.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte lobte in seinen Gruß- und Dankesworten den tatkräftigen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr in Erichshof. „Wir brauchen die Feuerwehr, um Leib, Leben, Gesundheit und Eigentum der Bürgerinnen und Bürger zu schützen.“ Wenngleich in Silvesternächten in Weyhe noch keine Feuerwehrkräfte oder Bürger wie in Großstädten durch einen aufgebrachten Mob angegriffen wurden, so stellte Bovenschulte doch klar, dass es für ihn eine Null-Toleranz-Grenze bei Verstößen gegen Gesetze gebe. Er geht aber davon aus, dass das bisherige, vernünftige Miteinander in der Wesergemeinde sich auch in Zukunft fortsetzen lasse.

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