Von einem Sturm angefachte Flammen zerstören Bauwerk

Vor 100 Jahren: Feuerwehr beim Brand der Leester Windmühle chancenlos

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Das bislang einzige Foto der Leester Windmühle stammt von 1912. Vier Jahre später zerstörte eine Feuer das Bauwerk.

Leeste - Von Wilfried Meyer. Bis vor einem Jahrhundert drehte sich in Leeste eine Windmühle, die Heinrich Nienaber gehörte. Sie brannte Weihnachten 1916 während eines Sturms ab. Die Bremsen konnten die hölzerne Welle mit dem Windrad nicht halten, und die Feuerwehr hatte bei der Höhe der Fachwerkkonstruktion keine Chance.

Der gleichnamige Sohn des Müllers, Heinrich Nienaber, der später in Barrien wohnte, konnte sich später noch gut an dieses Ereignis erinnern. Als kleiner Junge hatte er mit ansehen müssen, wie die vom Sturm angefachten Flammen die Mühle zerstörte. Sie wurde nicht wieder aufgebaut, und kaum jemand erinnert sich heute, wo sie einmal stand.

Nur auf alten Karten findet man sie: Unweit der heutigen Melchiorshauser Straße, im Bereich der Bamberger- und Augsburger Straße, Ecke Westermoor war ihr Standort.

Recherchen ergaben, dass die Windmühle Mitte des 19. Jahrhunderts als Galerie-Holländer mit Windrose und Jalousieflügeln erbaut worden ist. Wie auf dem einzigen erhaltenen Foto zu sehen ist, existierte bereits ein Anbau für eine Dampfmaschine mit großem Schornstein. In einem weiteren Nebengebäude stellte man laut alter Bauzeichnungen einen Sauggasmotor auf, der den Mühlenbetrieb nach 1912 ergänzte und die Mahlgänge auch in windarmer Zeit antreiben konnte. Es ist ein Motortyp aus der Anfangszeit der Verbrennungsmotoren, die man als stationäre Energiequelle, vorwiegend in Mühlen, einsetzte. Sie verdrängten dabei teilweise die seit einem halben Jahrhundert etablierten Dampfmaschinen, wurden aber selbst schon nach kurzer Zeit wieder durch Dieselmotoren abgelöst.

Außer der Leester Windmühle standen früher je eine in Erichshof und Melchiorshausen. Die in Erichshof unweit der heutigen Bundesstraße 6 brannte 1922 ab und konnte nicht wieder aufgebaut werden.

Die in Melchiorshausen am Birkhuhnweg wurde 1932 wegen Baufälligkeit abgebrochen. Die Kappe wanderte nach Heiligenfelde und ersetzte auf der dortigen Windmühle deren maroden Kopf, bis man sie 1952 mit dem Gebäude ebenfalls abriss. Die Steine konnten beim Neubau der gerade abgebrannten Schützenhalle in den Melchiorshauser Fuhren mit verbaut werden.

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