Bebauungsplan „Bahnhofstraße“

Weyhe: Innenverdichtung hinter Volks- und Commerzbank

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In diesem grünen Viereck sollen Häuser gebaut werden. Das Gebiet wird unter anderem begrenzt durch die Bebauung rechts (Bahnhofstraße) sowie den Weg „Kleine Heide“ (unten).

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Es war ein langer Weg, bis der Bauausschuss am Dienstagabend im Rathaus einen einstimmigen Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Nr. 28 Bahnhofstraße“ gefasst hat. Die Politik hatte bereits im Juli 2014 den B-Plan aufgestellt.

Das Gebiet – 40.000 Quadratmeter – ist teilweise bebaut und wird begrenzt von der Quer- und Bahnhofstraße sowie von den Gemeindeverbindungen Auf dem Geestfelde und Kleine Heide. Im Rahmen der Innenverdichtung sollen mehr als 20 Wohneinheiten in Mehr- und Einfamilienhäusern entstehen. Außerdem soll der Bestand geordnet werden. Die Hintergrundbebauung sei mangels B-Plan für die Bauordnung schwierig gewesen, so Planerin Ulrike Schneider. Die Gemeinde verfolge das Ziel, gleiches Recht für alle Anlieger zu schaffen.

Bäume müssen weichen

Nach einer frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden lag der Plan im Herbst 2016 im Rathaus aus. In den weiteren Monaten sind die Eingaben beraten worden. Schneider erläuterte das Ergebnis: 9500 Quadratmeter ist das Areal im Innenraum groß, auf dem die Bäume weichen und die neuen Häuser gebaut werden sollen. Eine zehn Meter breite Planstraße ohne Namen führt in das Gebiet hinein. Sie endet an einem Wendehammer. Der Gewässer-Graben mit dem Namen „Waterlose“ werde nicht nur übernommen, sondern auch festgesetzt. Der Graben werde nicht verrohrt. Er bekommt einen beidseitigen Grünstreifen von drei Metern, damit Insekten wie Libellen und andere Tiere einen Lebensraum bekommen. „Es ist ein zukünftiger Schutz“, so Schneider. Zäune und Garagen bleiben Bestandsbauten. Das bedeutet, dass sie nicht abgerissen werden müssen. Zwangsmaßnahmen seien auch nicht beabsichtigt, ergänzte Jutta Timmermann, stellvertretende zuständige Fachbereichsleiterin.

Langfristiges Ziel sei es, dass sich die Situation nicht verschlechtert, so Schneider. Sie stellte auch klar, dass die neuen Häuser das Oberflächenwasser nicht in den Graben einleiten dürfen. Der Regen müsse auf den Grundstücken versickern.

Einige Bewohner erwarten „Super-GAU“

Außerdem soll ein weiterer Grünstreifen ringsherum als kleine „grüne Lunge“ dienen. Über die Planstraße sollen künftig der Graben und eine 900 Quadratmeter große Flutmulde erreicht werden können. Einwender hatten Bedenken gegen Lärm geäußert. „Einige sehen sogar einen Super-GAU voraus“, so Schneider. Denen entgegnete sie, dass pro Stunde maximal vier bis neun Fahrzeuge auf der Planstraße unterwegs sind. Das sei aber akzeptabel. Bürger hätten zudem andere Areale für das Wohngebiet ausgemacht. „Doch diese Areale sind bereits baurechtlich geordnet.“

Weshalb ein Grundstück für die Waterlose einen drei Meter breiten Schutzstreifen bekomme und ein anderes in der Nähe eine Garage über das verrohrte Gewässer habe, liege am unterschiedlichen Recht für das jeweilige Gebiet, erklärte Timmermann die aus Sicht der Zuschauer ungerechten Behandlung.

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