Inge Born betreute vor 25 Jahren die erste Gymnastikgruppe beim TuS Sudweyhe – und ist bis heute aktiv

Grundsteinlegung mit Seilen und Keulen

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Inge Born (vorne) mit den Frauen und Männern ihrer Gymnastikgruppen.

Sudweyhe - Als Inge Born vor 25 Jahren ihre erste Gymnastikgruppe betreute, ahnte noch niemand im TuS Sudweyhe, dass sie damit den Grundstein für die inzwischen unglaublich große Palette an Reha-, Präventions- und Gesundheitsangeboten des Vereins legte. Damals trafen sich die Teilnehmer in der Sudweyher Schulsporthalle, hantierten mit Bällen, Seilen, Keulen und turnten auf Matten, denn die Auswahl an Gymnastikgeräten war sehr überschaubar.

Aber das trübte den Spaß nicht. Aus einer Gruppe wurden zwei, und irgendwann leitete Inge Born sieben Gymnastikkurse mit jeweils zwischen 20 und 25 Frauen und Männern. Sie verlängerte regelmäßig ihre Lizenzen, erwarb Diplome und spezialisierte sich auf die Rückenschule.

Im vergangenen Jahr reduzierte sie auf drei Gruppen, denn die zeitliche Belastung wurde zu groß, zumal sie sich auf jede Übungseinheit gewissenhaft vorbereitet, wie sie sagt.

Ihr Engagement würdigte nicht nur der TuS Sudweyhe, der sie längst in die Reihe der Ehrenmitglieder aufgenommen hat. Kreis- und Landessportbund zeichneten die Weyherin mit Urkunden und Ehrennadeln aus. „Ich hab sie alle, mehr geht nicht“, sagt Born lachend. Sie ist stolz über die Auszeichnungen, aber noch glücklicher ist sie darüber, dass sich in ihren Gruppen noch immer Mitglieder finden, die von Anfang an dabei sind.

„Es ist ihre persönliche Art, die wir an ihr so schätzen“, erklären Horst Panke und Harald Bruns, die seit vielen Jahren ihre Übungen absolvieren. „Sie ermuntert und motiviert uns, und sie lässt uns auch unsere Pausen.“

Aus Sicht von Inge Born klingt das so: „Die Männer quatschen gern viel. Wenn es mal zu laut wird, dann schalte ich einfach die Musik ab“, erklärt sie schmunzelnd.

Im Lauf der Jahre sind in den Gruppen Freundschaften entstanden, zumal sich die Treffen nicht auf die Übungsstunden beschränken. Gemeinsam unternehmen die Frauen und Männer Busreisen sowie Radtouren und feiern jahreszeitliche Feste. „Dabei kommt man sich näher und lernt sich gegenseitig besser kennen“, weiß Born. Damit bieten die Gymnastikstunden eine gute Gelegenheit für Neubürger, sich in ihrer Umgebung einzuleben.

„Sie geht auf die Leute zu und kümmert sich um sie“, beschreibt der Ehrenvorsitzende Heinz-Wilhelm Clausen einen wichtigen Teil der Arbeit der Übungsleiterin. Dass sie ihre Arbeit nach 25 Jahren reduziert hat, kann er durchaus nachvollziehen. Mehr noch: Dieser Schritt nimmt ihm eine Sorge: „Oft hab ich darüber nachgedacht, was wohl passieren würde, wenn Inge einmal ausfallen würde und mit einem Schlag gleich sieben Gruppen unversorgt wären.“

Für die Mitglieder der drei verbliebenen Gruppen, zu denen auch Borns Ehemann Ulli gehört, besteht jedoch kein Grund zur Beunruhigung: Inge Born hat kürzlich ihre Übungsleiter-Lizenz bis 2018 verlängert.

bt

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