Illegale Entsorgung

Wilde Müllkippe in Weyhe entdeckt

Hat eine wilde Müllkippe entdeckt: Spaziergängerin Gabriele Rengstorf.
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Hat eine wilde Müllkippe entdeckt: Spaziergängerin Gabriele Rengstorf.

Bei einem Spaziergang in Dreye hat die Leserin Gabriele Rengstorf unter der Eisenbahnbrücke zahlreiche Styropor-Reste, teilweise in Säcken verpackt, entdeckt und mit ihrer Kamera dokumentiert. Das illegal entsorgte Material ist dabei über mehrere Quadratmeter verstreut.

Weyhe – „Das ist eine Umweltsauerei“, sagt Matthias Kühnling, Sprecher der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG). Für ihn sei es unbegreiflich, wie jemand möglicherweise nachts und noch mit schlechtem Gewissen, sich schmutzige Reifen und Schuhe holt, nur um diese Materialien in die Natur zu werfen. Nach dem Bild zu urteilen, gehe es „höchstwahrscheinlich um Verpackungsmaterial“, sagt er. Möglicherweise seien es auch Reste von Polystyrol für Zimmerdecken. Das müsste man sehen. Wenn es aber Verpackungen wären, dann könnte man diese über die Wertstoff-Säcke oder über die gelbe Tonne kostenlos entsorgen. Sollten die Materialien verschmutzt sein, würde es aber ein Fall für die schwarze Tonne werden.

Illegale Müllentsorgung kann Ordnungswidrigkeit oder Straftat sein

Nimmt die illegale Entsorgung in Corona-Zeiten zu? Diese Frage kann Matthias Kühnling nicht beantworten, weil ihm kein Zahlenmaterial vorliegt. Die Menschen seien jetzt verstärkt draußen, da könne es schon mal sein, dass die eine oder andere Verpackung zusätzlich in der Natur landet. Doch Corona sei für ihn kein Grund, Sachen illegal zu entsorgen.

Thomas Gissing, Sprecher der Polizeiinspektion, kennt die Lagemeldungen der einzelnen Kommissariate. Eine besondere Häufung von Fällen wilder Müllkippen stelle er nicht fest. Allerdings würde die Anzahl grundsätzlich von Jahr zu Jahr schwanken. Ob es eine Ordnungswidrigkeit sei oder schon eine Straftat, hänge davon ab, ob und wie die abgelegten Materialien die Umwelt gefährden, sagt der Sprecher. Für Matthias Kühnling von der AWG sei es wichtig, dass die Dreyer Stelle schnell gesäubert werde, damit der Ort nicht weiter vermüllt wird. Dafür sei entweder die Gemeinde oder die AWG zuständig. Letztere würde aber erst nach Beauftragung durch die Untere Abfallbehörde aktiv werden.

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