„Ik schenk di rode Rosen“

„Dididoktor“ Dietrich Heumann produziert im Rosengarten Musikvideo für Youtube

Stehen im Weyher Ortsteil Jeebel vor der Kamera: „Dididoktor“ Dietrich Heumann und seine weiblichen Unterstützer.  
Foto: Jantje Ehlers
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Stehen im Weyher Ortsteil Jeebel vor der Kamera: „Dididoktor“ Dietrich Heumann und seine weiblichen Unterstützer.
  • Heiner Büntemeyer
    vonHeiner Büntemeyer
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Jeebel – Ganz entspannt hat „Dididoktor“ Dietrich Heumann auf dem Bedienblock vor dem großen Mühlrad an der Wassermühle Platz genommen. Die Sonne scheint, vom leise plätschernden Hachewasser angetrieben dreht sich das Mühlrad. Eine Idylle mit altem Gemäuer und viel üppig wucherndem Grün und eine gelungene Werbung für das Syker Tourismusbüro. Das Mühlrad befindet sich nicht Heumanns Heimatgemeinde Weyhe, sondern in Barrien. Und dazu trällert „der singende Landarzt“ aus dem Weyher Ortsteil Jeebel sein Lied „De Wootermöhl“.

Es ist ein Lied von seiner allerersten CD, die er 2008 herausgebracht hat. Viele Weyher kennen diesen Ohrwurm. Dass der jetzt auch im Internet auf Youtube zu hören ist, verdanken sie dem Dreyer Unternehmer Werner Bartsch, der in seiner Freizeit Videos aufnimmt und schon viele Jahre mit Dietrich Heumann befreundet ist.

Eine Freundschaft, die vor Jahrzehnten in Niederbüren an der Unterweser begann. „Wir wollen Spuren hinterlassen“, motivierte Bartsch seinen Freund, und der willigte ein. So blieb es nicht bei dem Wassermühlen-Song. Mit „De Werser“ und „Mien Vadder“ folgten weitere Lieder der ersten CD. Diese beiden Lieder sind Heumanns liebevolles Vermächtnis an sein Elternhaus und zeigen passend zur Musik wunderschöne vergilbte Fotos aus seinem Heimatdorf, das Anfang der 60er-Jahre der Klöcknerhütte weichen musste.

Konzentriert bei der Arbeit: Werner Bartsch mit seiner Kamera.

Bilder zeigen die Moorlose Kirche und Frachtschiffe, die auf der Weser am elterlichen Hof vorbeiziehen. Heumann hat sie als Junge aus dem Dachfenster ebenso aufgenommen wie seine Mutter beim Melken der Kühe und seinen Vater bei der Arbeit auf dem Hof. Auf einem dieser Fotos ist „Dididoktor“ selbst abgebildet, wie er vor „Pudel“ steht, dem Pferd seines Vaters.

Werner Bartsch, der auch schon für „Radio Weser-TV“ Beiträge gefilmt hat, stellte die Aufnahmen ins Internet. „Das ist richtig gut eingeschlagen“, berichtet er. Es habe schon zahlreiche positive Rückmeldungen gegeben.

Das motivierte die beiden Freunde, jetzt mit „Ik schenk di rode Rosen“ ein viertes Lied aufzuzeichnen.

Schauplatz war am vergangenen Freitag der Rosengarten von Dietrich Heumann in Jeebel, in dem er mehr als 450 Rosensorten gepflanzt hat und pflegt. Mit ruhiger Hand dreht Bartsch seinen Film. Dabei lässt er das Objektiv langsam durch den ganzen Rosengarten wandern, zoomt einzelne Rosenblüten ganz nah heran und schwenkt dann wieder auf Dietrich Heumann, der lässig in diesem wunderschönen Garten sein Lied singt. Nur schade, dass es nicht möglich ist, auch den Duft der in allen Farben leuchtenden Rosen für diesen Film einzufangen.

Von Heiner Büntemeyer

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