Straßenauftritte waren der Beginn

Luchian-Quartett begeistert Publikum in Marienkirche

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Mit einem breiten musikalischen Spektrum und gefühlvollem Spiel begeistern die Luchians in der Marienkirche ihr Publikum. 

Weyhe - Von Heiner Büntemeyer. Dass die Marienkirche am Sonntag beim Familienkonzert mit dem Luchian-Quartett ausverkauft sein würde, hatte angesichts des herrlichen Sommerwetters ohnehin niemand erwartet. Um so mehr freuten sich die Organisatoren über den sehr guten Besuch. Der war in ihren Augen auch darauf zurückzuführen, dass die vier Musikanten aus Moldavien ihre Zuhörer bereits bei zurückliegenden Auftritten in Weyhe begeistert hatten.

„Ihre Musik ist grandios“, berichtete Pastor Ulrich Krause-Röhrs und hob dabei besonders das „breite Spektrum“ hervor. In der Tat reicht das Repertoire von Romeo Luchian (Akkordeon und Klavier), Tatjana Luchian (Violine), David Luchian (Klavier und Flöte), Mihaela Luchian (Violine) von klassischer Musik mit Liedern von Bach, Schubert oder von Weber bis hin zu Caféhausmusik, Unterhaltungsmusik und deutschen Volksliedern.

Ihr Konzert beendeten sie mit einem sehr sentimental gespielten „Kein schöner Land in dieser Zeit“. Damit wollte Romeo Luchian nach eigener Aussage seinen Zuhörern bewusst machen, dass sie tatsächlich in einem sehr schönen Land wohnen.

In ihrer Heimat Moldavien spielen sie häufig und unentgeltlich in Seniorenheimen und Waisenhäusern. „Wenn wir dort auftreten, bringen wir denen meistens sogar noch etwas mit“, berichtete er. Das Quartett, das zeitweise auch als Quintett spielte, weil der kleine Jacub fleißig mittrommelte, spielt unentgeltlich und freut sich über Spenden.

Eine persönliche Freundschaft führt die Musiker nach Weyhe

Seit dem Jahr 2000 betreut Werner Bartsch aus Dreye die Familie, deren Kinder Mihaela und David in ihrer Heimat schon zahlreiche Musikpreise gewonnen haben. Werner Bartsch suchte einerzeit für die Feier des 75-jährigen Betriebsjubiläums seiner Firma nach passender Unterhaltungsmusik und hörte in der Bremer Innenstadt Romeo und Tatjana Luchian, deren Musik ihn so berührte, dass er sie spontan einlud, um auf der Betriebsfeier zu spielen. „Das wurde eine großartige Sache“, berichtet Bartsch.

Aus diesem Engagement entwickelte sich eine persönliche Freundschaft, die dazu führte, dass Werner Bartsch überall in der Region Spielstätten für die zuvor nur als Straßenmusikanten auftretenden Luchians fand.

Autodidaktisch lernten Romeo Luchian und seine Familie Deutsch. „Am meisten haben wir aus deutschen Zeichentrickfilmen gelernt“, lacht er. Dass das funktionierte, beweisen die Deutsch-Zertifikate, die ihnen von Goethe-Institut in Rumänien ausgestellt wurden.

Werner Bartsch hat seinen Freunden die Sommertournee 2018 zusammengestellt, die am 2. August in Blumenthal begann und am 26. August in Kirchwisstedt endet. Dazwischen liegen noch Konzerte in unserer Region am Mittwoch, 8. August, um 18 Uhr in der Klosterkirche Heiligenrode, am 21. August in Meyenburg, am Freitag, 17. August um 19 Uhr in der Weyher Felicianuskirche sowie am Samstag, 18. August, um 19 Uhr in der Kirche „Zum Guten Hirten“ in Schwarme.

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