Alex Bauermann zum Chef gewählt

JU Weyhe gegründet: „Ideen für die Jüngeren politisch besser einbringen“

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Der Vorstand der JU Weyhe: (v.l.) Eike Krön (stellvertretender Vorsitzender), Julia Weidlich (Beisitzerin), Alexander Bauermann (Vorsitzender), Yasmine Goldschmidt, Dennis Kipker (beide stellvertretende Vorsitzende) und Andreas Wohltmann (Beisitzer).

Weyhe - Von Maren Jensen. Mehr Politik für junge Menschen wollen sie machen: In Weyhe hat sich am Samstag ein neuer Ortsverband der Jungen Union (JU) gegründet. Ihre Mitglieder wollen mehr lokale Themen besprechen und Jugendlichen einen größeren Anreiz zur politischen Meinungsbildung geben. „Ich habe sogar schon das Gefühl, die Jugend wird wieder politischer“, sagte der Kreisvorsitzende der JU Diepholz, Finn Kortkamp.

Kortkamp leitete die Wahl des Vorstandes und erklärte den acht Teilnehmern die Strukturen und Antragsverfahren in der Jugendorganisation der Union. Bereits vor Weihnachten hatte sich eine JU in Stuhr gegründet, nun sollen auch die jungen Erwachsenen aus den neun Ortsteilen von Dreye bis Melchiorshausen besser mitreden können. Die Idee für den Ortsverband entwickelte Dennis Kipker. Dem 30-jährigen Jura-Absolventen war es wichtig, wieder einen stärkeren lokalen Bezug der politischen Themen in den Landesverband einzubringen.

Das neue Sextett wählte Speditionskaufmann Alexander Bauermann zu seinem Vorsitzenden. Der 30-Jährige zog vor einem Monat aus Bremen in die Gemeinde. In der Hansestadt zählte er bereits zum Beirat Neustadt der CDU-Fraktion und war als stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union Bremen tätig. „In Bremen geht es allerdings viel um Kultur und städtische Themen. Hier kann ich wieder meine lokale Seite ausleben“, sagte er. Mit seiner Freundin Julia Weidlich (30), zieht er in den Vorstand ein.

Weidlich bringt viel Erfahrung mit

Weidlich ist eine erfahrene Vorstandsvorsitzende aus der JU in Bremen und bekleidet in Weyhe das Amt der Beisitzerin. Derzeit als Lehrerin in an einer Schule in Bassum tätig, sind ihr viele Probleme in der Bildungspolitik bekannt. „Darauf könnte ich mir auch in Weyhe vorstellen, einen Blick zu werfen“, sagte sie.

Noch nicht so erfahren, aber dafür politisch hoch motiviert zeigte sich der 16-jährige Eike Krön. „Ich finde es spannend, in so einer Gemeinschaft zusammen Themen zu erarbeiten“, sagte er. Er wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, gemeinsam mit Kipker und der 21-jährigen Yasmine Goldschmidt. „Endlich können auch Ideen für die Jüngeren politisch besser mit eingebracht werden“, sagte sie.

Zweiter Beisitzer ist Andreas Wohltmann (29), Kreisgeschäftsführer der JU im Landkreis Diepholz. Er ist dort bereits für Verkehr und Infrastruktur verantwortlich – Themen, die direkt beim Kennenlernen der neuen Mitglieder zu einer heißen Diskussion führten.

50 Prozent Politik, 50 Prozent Spaß

„Ich habe mich sehr erschrocken, als ich hierhergezogen bin. Die Verkehrsanbindungen sind wirklich problematisch“, stellte Bauermann fest. So will die JU vor allem die Busfahrpläne und die Anbindungen nach Bremen genauer unter die Lupe nehmen.

Nicht nur lokale, sondern auch überregionale Themen spielen eine Rolle. In der JU haben 14- bis 35-Jährige die Möglichkeit, Belange anzusprechen, die bei der Mutterpartei CDU Anklang finden sollen. „Wir sind der Stachel im Fleisch der CDU. Wir können sagen, wo es ziept, und es besser machen“, motivierte Kortkamp die Interessierten. Die Aktivitäten sollen zu 50 Prozent aus Politik und zu 50 Prozent aus Spaß bestehen.

Bei der Neugründung zeigte sich auch der CDU-Vorsitzende aus Weyhe, Dietrich Struthoff, zufrieden. „Ich freue mich sehr über das Engagement und bin überrascht über die Bereitschaft, Ämter anzunehmen.“ Alle sechs neuen Mitglieder haben Vorstandsposten übernommen. „Da wollen wir natürlich keinen verstoßen“, sagte Struthoff und fühlte sich dabei an seine eigene Jugend erinnert: Er war der erste JU-Vorsitzende im Nordkreis überhaupt. Mit der neuen Jugendorganisation soll wieder ein politischer Diskurs unter Jugendlichen angeregt werden.

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