„Die Ideen fliegen mir einfach zu“

Jürgen Warmbold aus Weyhe bringt fünftes Buch heraus

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Jürgen Warmbold mit seinem neuesten Roman „Der verschenkte Albtraum“.

Weyhe - Von Janna Silinger. Matthias hat sich ein Hochsicherheitshaus gebaut. Niemand kommt raus oder rein. Außer ihm und seiner Frau. Dennoch passieren seltsame Dinge, seitdem er in einem Buch liest, das seine Frau ihm geschenkt hat. „Böses Ende“ heißt das Werk. Der Protagonist trägt zunächst nur seinen Namen. Doch das Buch verändert sich auf mysteriöse Art und Weise. Der Inhalt passt sich seinem Leben an. Und auch das Buch selbst scheint ein Eigenleben zu führen, Dinge zu wissen, die niemand wissen kann. Er verbrennt es. Am nächsten Tag steht es wie neu im Regal.

Eine Geschichte, stammend aus der Feder von Jürgen Warmbold. Der gebürtige Braunschweiger lebt seit fast 26 Jahren von seiner Tätigkeit als Fachjournalist. In der Regel schreibt er über Befestigungsmöglichkeiten von Kreuzbandimplantaten, Kunststoffherstellung oder die Weltrangliste der Flurförderfahrzeuge. „Der Verschenkte Albtraum“ ist sein fünfter Roman, hinzu kommen fünf Kurzgeschichten. „Für mich ist das Schreiben Entspannung“, erklärt er den Stellenwert seiner Romane in seinem Leben. Keine Kontrolle, keine Korrektur. Es ist sein Werk, es sind seine Worte, und es sind seine Ideen. „Die kommen immer von ganz alleine, sie fliegen mir einfach zu“, sagt Warmbold. Er habe bestimmt noch so zehn oder 15 weitere Einfälle. Dazu mache er sich immer ein paar Notizen und wenn er Zeit habe, starte er das nächste Projekt.

Thriller mit mystischen Zügen

Die Grundvoraussetzung: Das Thema muss ihn reizen. Sein neuestes Werk ist ein Thriller, habe aber auch mystische Züge. Und vor allem – das sei ihm mehrfach bestätigt worden – habe noch nie zuvor jemand darüber geschrieben, dass ein Buch sich gegen seinen Leser wendet.

Seinen aktuellen Roman veröffentlicht er als Self-Publisher. Das bringe den Vorteil mit sich, dass er über das Layout entscheiden kann. „Ich habe eines der Bücher in einem Verlag veröffentlicht, die haben dann kursive Schriftarten und Absätze geändert, die für die Handlung von Bedeutung waren“, berichtet Warmbold.

„Es ist besser, auf den Punkt zu kommen“

Im Herbst 2014 habe er begonnen, das Buch zu schreiben. Zwischen durch hatte er Bedenken, ob der Roman zu kurz sei. „Aber es ist besser, auf den Punkt zu kommen und nicht so rumzuschwafeln“, so Warmbold lächelnd. Er ist überzeugt davon, dass die Qualität eines Buches wenig mit der Länge zu tun hat. Künstliches In-die-Länge-Ziehen führe zu nichts Gehaltvollem. Allerdings sei es wichtig, so flexibel zu schreiben, dass man Dinge ergänzen könne.

Fertig schrieb er das Werk dann im Herbst 2017. Mit dieser Endversion ist er jetzt zufrieden.

Überwindung koste es ihn nicht, sein Werk anderen zum Lesen zu geben. „Das ist ja Sinn der Sache, es soll gelesen werden“, sagt Warmbold lächelnd. Es bliebe ihm nichts Anderes übrig. Außerdem zeigt er sich souverän und selbstsicher, nachdem er für seinen ersten Roman sehr positive Kritik bekommen hat. Obwohl es geheißen habe, dass man herausliest, dass er sonst technische Texte schreibt. „Daran habe ich gearbeitet“, versichert Warmbold.

Sein erster Roman hieß „Kalte Schreie“ und spielt in der Gruftiszene. „Da verschwinden Menschen und tauchen tiefgefroren wieder auf, und keiner weiß wieso“, so der Autor. Das seien Themen, die ihn einfach überkommen würden. Er hat sich nicht festgelegt auf ein Genre. Warmbold schreibt mal technisch, mal melancholisch. Aber sein Hauptanliegen ist immer die Spannung.

Das Buch ist ab sofort für sieben Euro im Handel und online erhältlich (ISBN: 9783752817317).

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