Inge Jaworski feiert 90. Geburtstag

„Ich kann es selbst nicht glauben, dass ich so alt bin“

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Inge Jaworski hat Samstag ihren Ehrentag.

Kirchweyhe – „Ich kann es selbst nicht glauben, dass ich so alt bin“, erklärt Inge Jaworski, die Samstag ihren 90. Geburtstag feiert. Geboren wurde die Jubilarin am 25. Januar 1930 in Müncheberg, Kreis Straußberg. Gemeinsam mit zwei Geschwistern erlebte sie, trotz der unruhigen Zeiten, eine unbeschwerte Kindheit. Nach der Schule arbeitete sie in verschiedenen Haushalten. 1948 heiratete sie ihren Mann Erwin. Die beiden kannten sich schon von der Schulzeit, es sei die berühmte Sandkastenliebe gewesen. Sechs Kinder wurden geboren. Vier Jungen und zwei Mädchen.

1954 verließen die Eltern die DDR, damals noch mit drei Kindern. Zahlreiche Stationen wurden das Zuhause der jungen Familie. Nach Berlin, Hamburg, Siegen, Göttingen und weiteren Stationen fanden sie endlich in Sudweyhe ihren Lebensmittelpunkt.

Der Vater verdiente sein Geld in der Landwirtschaft. Die Kinder hatten im neuen Haus genügend Platz und viel Raum in der Natur. Inge Jaworski war mit der Hausarbeit und den Kindern immer gut beschäftigt. Sohn Horst sagt heute: „Einfach war das für unsere Mutter nicht immer, gerade wir Jungen sorgten für Leben im Haus.“ Urlaub war kaum möglich, nur einmal fuhr das Paar nach Dänemark. „Eines der Kinder hatte immer etwas“, erinnert sich die alte Dame.

Aber es sei eine schöne Zeit gewesen, an die sie gerne zurückdenkt. Nachdem die Kinder eigenständig waren, genoss das Paar die gemeinsame Zeit. Vor zehn Jahren wurde die Seniorin Witwe. Sie konnte allerdings noch gut alleine leben. Vor fünf Jahren erfüllten ihr die Kinder einen sehnlichen Wunsch. Inge Jaworski wollte gerne noch einmal fliegen, denn sie konnte sich an den ersten Flug erinnern, als sie mit einer Propellermaschine von British Airways von Berlin nach Hamburg flog. Jetzt hieß das Ziel Wien. Von Hamburg nach Wien fliegen, das war ein Höhepunkt im Leben der alten Dame. Dass sich dann noch Besuche im Prater, beim Heurigen (sie war Hans Moser Fan), und eine Donauschifffahrt anschlossen, bringt Jaworski noch heute zum Lachen.

Inzwischen erforderten gesundheitliche Probleme den Umzug in das Seniorenheim am Richtweg. Seit 2017 fühlt sich das Geburtstagskind hier gut aufgehoben. Sie nimmt gerne an Spielen und Spaziergängen teil und freut sich, dass sie sich um nichts kümmern muss, sondern bedient wird. Außerdem hat sie viel Besuch, ihre Kinder kümmern sich regelmäßig.

Ihren großen Tag wird sie gemeinsam mit ihrer Familie, die inzwischen auf zwölf Enkel und acht Urenkel angewachsen ist, sowie mit Freunden und Verwandten feiern. 

ro

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