Gemütliche Enge zur Kaffeezeit

Holländer bereichern den Herbstmarkt in Leeste

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Wenn sich die Besucher drängeln, fühlen sich die Marktbeschicker am wohlsten.

Leeste - Von Heiner Büntemeyer. Schon bei der Eröffnung des Leester Herbstmarktes freute sich Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte über die zahlreichen Besucher, die sich durch die Leester Straße schlängelten. Natürlich spielte das herrliche Wetter dabei eine wichtige Rolle, aber auch der „Hollandmarkt“ trug dazu bei, dass es zur Kaffeezeit gemütlich eng wurde zwischen den Buden und Ständen der Aussteller.

Es war auch lauter als sonst, denn die Holländer sorgten für mächtig viel Stimmung. Lauthals priesen sie ihre Produkte an, diskutierten eifrig mit den Besuchern und ließen sich immer wieder neue Aktionen einfallen, um auf sich aufmerksam zu machen. „Die Leute hier müssen wach gemacht werden“, stellte „Freddy“ fest, der Hundefutter und andere Leckerli anbot, darunter auch „Schweineohren vom Rind!“ Die eigneten sich gut für Spargelsuppe, fügte er hinzu.

Jaan setzt auf Menge - keine Vorräte mit zurück nehmen

Gegenüber wurden erntefrische Erdbeeren marktschreierisch verscherbelt. „Die Menge macht‘s“, erklärte Jaan. Er wolle nur ungern viel seiner Erntevorräte wieder mit nach Holland nehmen. „Das will ich doch nicht alles wieder einpacken.“ Kein Zweifel: Mit den Holländern waren erfahrene Wochenmarkt-Beschicker dabei. „Sie sind eine echte Bereicherung für unseren Leester Herbstmarkt“, bestätigte Sabrina Schwager, die ihren Erichshofer Wein- und Getränkemarkt präsentierte.

Plötzlich wurde es noch lauter: Mit Trommelwirbel kündigte sich ein echter Gänsemarsch an. Hinter dem Trommler watschelten 14 Gänse, und am Ende lächelte die Gänseliesel in ihrer Holländer-Tracht die Besucher an. „Ist das nicht süß?“, rief entzückt eine ältere Dame, die kurz darauf bedauerte, dass sie die Prozession nicht fotografiert hatte.

Holländer sind für ihren Käse bekannt. Klar, dass der auf dem Herbstmarkt nicht fehlen darf. 

Der Schuhverkäufer aus den Niederlanden wunderte sich darüber, dass die Besucher mit Bargeld zahlten und nicht „pinnten“, denn bei ihm zu Hause werde auch auf Wochenmärkten vorwiegend „gepinnt“, also mit der Karte bezahlt.

Hiesige Anbieter stehen Gästen in Nichts nach

Etwas vorsichtigter setzte der holländische Blumenverkäufer seine Stimme ein. Bei ihm lief das Geschäft. „Warum soll ich noch schreien? Das spare ich mir für den Schluss auf, wenn ich dann noch was habe.“

Doch es waren nicht nur das Wetter und die Holländer, die diesen Herbstmarkt sehenswert machten. Es waren auch die hiesigen Anbieter, die ihre Geschäfte geöffnet und Verkaufsbuden eingerichtet hatten. Dort gab es das bekannte und beliebte Angebot an Textilien, Schmuck, Markisen, Wein und vielem mehr.

Leester Herbstmarkt mit Hollandmarkt

Zum ersten Mal beteiligte sich Michael Rausch am Leester Herbstfest. Er ist Leiter der Delmenhorster „GraftTherme“ und unterbreitete den Besuchern ein „Weyher Messe-Angebot“. Rausch war erfreut über die große Resonanz und das freundliche Publikum.

Auch in den Räumen der KGS herrschte Gedränge. Dort hatte der KGS-Förderverein unter Leitung von Miriam Gesell einen Kunsthandwerker- und Flohmarkt mit 57 Ausstellern aufgebaut.

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