Weyher Theater: Vorbereitungen laufen / Vorverkauf für Weihnachtsmärchen startet am 1. Juli

Hoffen auf das Ende der Zwangspause

Markierungen vor der Kasse erinnern die Kartenkäufer an die Abstandsregelungen. Kostümbildnerin Anika Töbelmann (l.) und Anicia Stehmeier aus der Theatertechnik machen sich in der coronabedingten Zwangspause des Theaters nützlich. 
Foto: Rainer Jysch
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Markierungen vor der Kasse erinnern die Kartenkäufer an die Abstandsregelungen. Kostümbildnerin Anika Töbelmann (l.) und Anicia Stehmeier aus der Theatertechnik machen sich in der coronabedingten Zwangspause des Theaters nützlich. Foto: Rainer Jysch

Kirchweyhe – „So hell habe ich die Probebühne schon lange nicht mehr gesehen“, schwärmt Marc Gelhart, Schauspieler beim Weyher Theater und zugleich Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit. Mitarbeiter, die bei laufendem Spielbetrieb hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf des Geschehens auf der Bühne sorgen, haben die coronabedingte Zwangspause genutzt, um Renovierungsarbeiten und andere Tätigkeiten zu erledigen. So erhielt der Probenraum, in dem neue Stücke auf einer kleinen Empore einstudiert werden, einen frischen Anstrich. „Rund 70 Aufführungen sind aufgrund der Coronapandemie bisher ausgefallen“, bedauert Marc Gelhart.

„Wir haben bis jetzt bestimmt mehr als 30 Liter weiße Wandfarbe in verschiedenen Räumen des Hauses aufgetragen“, beschreibt Kostümbildnerin Anika Töbelmann die Arbeit der letzten Wochen. „Aber wir sind noch nicht fertig.“ Auch der „Maske“ genannte Schminkraum, das Kunden-WC und die Garderobe gehörten dazu. Mit „wir“ meint sie neben sich selbst Anicia Stehmeier, Charlyn Schmitt und Tobias Jäckel aus der Bühnentechnik sowie die Bühnenbildnerin Lisa Kück. Alle haben tatkräftig bei den Verschönerungsarbeiten mitgewirkt.

Das, was sonst regelmäßig in der spielfreien Sommerpause an Arbeit ansteht, wurde zeitlich vorgezogen. „Requisiten, die bei den letzten Stücken zum Einsatz gekommen waren, haben wir hinsichtlich einer Wiederverwendung geprüft oder entsorgt. Vieles wurde neu katalogisiert und geordnet“, nennt Anicia Stehmeier Aufgaben, die von der Crew jetzt erledigt wurden. „Wir haben nur begrenzt Platz und dann muss auch mal etwas weg“, ergänzt Anika Töbelmann und zeigt auf den Stapel mit allerhand Kleinkram, der jetzt auf der Probebühne auf den Abtransport wartet.

Im Foyer des Theaters waren fleißige Hände dabei, vor der Kasse Abstandsmarkierungen auf dem Boden aufzubringen, um die Ticket-Käufer an die Kontaktvermeidung zu erinnern. Spender mit Desinfektionsmitteln wurden angebracht. „Damit wir voll durchstarten können, wenn es wieder losgeht“, so Anika Töbelmann.

„Urmel aus dem Eis“ heißt das diesjährige Weihnachtsmärchen, das in der Musicalfassung von Frank Pinkus bereits einen festen Platz im Spielplan des Weyher Theaters hat. Die ebenso bekannte, wie bei Jung und Alt beliebte Geschichte aus der Augsburger Puppenkiste soll am 26. November Premiere feiern. „Mit dem Vorverkauf für die Aufführungen starten wir am 1. Juli“, verweist Marc Gelhart, der bei dem Stück mitspielt und auch sein Regiedebüt in Weyhe gibt, auf einen wichtigen Termin. Erfahrungsgemäß erfreuen sich die Weihnachtsmärchen des Weyher Theaters einer sehr großen Beliebtheit. „Die Nachfrage ist insbesondere bei Kindergartengruppen und Grundschulkindern immer groß. Viele Kitas und Schulen fragen schon an“, so Gelhart.

Alle weiteren Aufführungen, die das Theater in der Planung hat, stehen momentan noch in den Sternen, wie Marc Gelhart erklärt. „Sobald wir konkrete Aussagen treffen können, werden unsere Abonnenten per Post, per E-Mail oder telefonisch informiert“, bestätigt er. Gerne würde man möglichst bald damit beginnen, das Stück „Nicht nur Träume können fliegen“ zu zeigen. Mitte März, nur wenige Tag vor der geplanten Premiere, musste der gesamte Spielbetrieb aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie eingestellt werden. „Wir peilen grob Anfang September an, um uns auf der Bühne zurückzumelden“, hofft Gelhart auf ein Ende der Zwangspause. „So ein Lichtblick tut uns, aber auch unseren Zuschauern gut“, ist sich Gelhart sicher. „Vor dem Weihnachtsmärchen möchten wir insgesamt zwei Premieren zeigen“, wirft er einen Blick voraus. „Wir Schauspieler brennen darauf, für unser treues Publikum wieder auf der Bühne zu stehen.“

Von Rainer Jysch

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