Sintiswing mit „Chapeau Manouche“ an der Wassermühle

„Höhepunkt des Monats“

Die Band „Chapeau Manouche“ aus Oldenburg kommt am 18. Juni an die Wassermühle. - Foto: Agentur

Sudweyhe - Zwei Gitarren, eine Geige und ein Kontrabass: In dieser für Jazzmusik ungewöhnlichen Instrumentation erklingt die Musik des im Jahr 2008 gegründeten Ensembles „Chapeau Manouche“.

Die Band tritt am Sonnabend, 18. Juni, um 15 Uhr an der Wassermühle Sudweyhe auf. Für die Kulturbeauftragte Tina Fischer ist das Konzert der Höhepunkt des Monats.

Angelehnt an die Swingmusik Django Reinhardts der 1920er- und 1930er-Jahre umfasst das Repertoire des Quartetts Chanson- und Swingklassiker dieser Zeit. Aber auch moderne Jazzstandards weiß die Gruppe zu interpretieren und lässt dabei die unterschiedlichen musikalischen Hintergründe der Bandmitglieder einfließen.

Die Gitarristen Manolito Steinbach und Wilhelm Magnus verleihen mit ihrem Rhythmus- und Solospiel dem Ensemble die charakteristische Prägung des Sintiswing. Die in der Jazzmusik selten zu hörende Geige – gespielt von Clemens Schneider – verfeinert den Klang der Gruppe, während Benjamin Bökesch mit seinem erdenden Bassspiel das Fundament dieser – laut Mitteilung – mitreißenden und lebensfrohen Swingmusik bildet.

Als Kind einer Musikerfamilie lernte der gebürtige Berliner Manolito Steinbach bereits früh das Gitarrenspiel. Besonders beeinflusste ihn hierbei sein Cousin, der renommierte Sinti-Musiker Haensche Weiss.

Clemens Schneider (Geige und Gesang) begann seine Karriere am Klavier, wechselte dann ans Schlagzeug, um am Ende die Geige für sich zu entdecken. Neben seiner klassischen Ausbildung interessierte er sich bereits früh für die Musik der Sinti. Er studierte schließlich Jazzgeige an der Musikhochschule Köln.

Benjamin Bökesch (Kontrabass) sammelte seine ersten musikalischen Erfahrungen in der Rock-, Heavy-, Metal- und Skamusik. Später spielte er auch in klassischen Orchestern und Bigbands, um dann zur Sintimusik zu gelangen.

Wilhelm Magnus (Solo- und Rhythmusgitarre) ist studierter klassischer Gitarrist und hat ebenfalls schon Erfahrungen in unterschiedlichen musikalischen Stilen gemacht. Aktuell spielt er außer bei Chapeau Manouche noch in weiteren Ensembles

Bei schlechtem Wetter geht das Konzert im Backhaus über die Bühne. Der Eintritt ist frei. - ps

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