Spektakuläre Würfe und ein tiefer Griff in die Trickkiste

Hochkarätige Akteure prügeln sich im Dreyer Sportcenter Dassbeck

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Der österreichische Hüne Robert Dreissker im Anflug, bevor er „Bad Bone“ John Klinger unter sich begräbt.

Dreye - Von Uwe Goldschmidt. Zum wiederholten Mal hat am Wochenende die Kämpferriege der größten deutschen Wrestling-Liga in der Wesergemeinde Einzug gehalten. Ein knappes Dutzend kräftiger Athleten prügelte im „Zeichen der Liebe“ im Kampfring und im Publikum aufeinander ein.

Natürlich waren es weder Zuneigung noch Nächstenliebe, die für das Motto „We love Wrestling“ der aktuellen Tournee der Westside Extreme Wrestling (wXw) standen. Vielmehr war es die gemeinsame Liebe für den hoch anspruchsvollen Sport, für ein einzigartiges Entertainment und für spektakuläre Live-Wrestling-Action, so der Veranstalter.

Unmittelbare Nähe zum Publikum

Wie bei wXw üblich, gab es auch im Dreyer Sportcenter Dassbeck keine Absperrung zum Ring, sodass alle Fans buchstäblich hautnah am Geschehen teilnahmen. Die Helden der Arena waren mit allen Sinnen zu erleben: wenn sie von ihren Kontrahenten aus dem Ring geschleudert wurden und sich in den Zuschauerreihen wiederfanden; wenn ihre vom Schweiß glänzenden Oberkörper aufeinanderprallten; wenn der Schweiß auf die Fans in den ersten Reihen am Ring niederging. So zeichneten sich die Kämpfe des Abends durch ihre unmittelbare Nähe zum Publikum aus.

Wrestling in Dreye

Der Kader bestand aus hochkarätigen Akteuren. Zum einen Wrestler, die schon beim ersten Anblick ein Raunen provozierten, etwa Jurn Simmons, in Holland auch genannt „De Frieze Moker“, der mit seiner massiven Statur, der wallenden Mähne und dem fulminanten Bart eine imposante Erscheinung darstellt. Zum anderen Wrestler, die dank ihrer Schnelligkeit und Agilität überzeugen, wie Da Mack, ein Garant für tolle Stimmung und einziger deutscher Teilnehmer beim vom Marktführer veranstalteten „Cruiserweight Classic“-Turnier.

Kultstatus bei den hiesigen Fans genießt „Bad Bones“ John Klinger. Er musste gegen den ziemlich verrückt dreinblickenden, österreichischen 135-Kilo-Hünen Robert Dreissker alias The Avalanche antreten – und wurde dabei fulminant zermalmt.

Denn trotz seiner Masse erwies sich das Schwergewicht aus dem ländlichen Königsbrunn als immens schnell und beweglich.

Erstmals Wrestling-Abend mit Aftershow-Party

Ein Tag-Team-Match stand auch auf dem Programm. Hier stehen sich mehr als ein Wrestler pro Seite gegenüber. Klassisch darf sich nur ein Kämpfer pro Team im Ring aufhalten. Wechsel sind durch Abschlagen in der eigenen Ecke, die vom Ringrichter zugeteilt wird, möglich. Diese Auseinandersetzung entschied das Team Ringkampf mit dem Bullen „Walter“ aus Wien für sich.

Der dramatische Höhepunkt des Abends sollte der Titelverteidigungskampf zwischen Jurn Simmons und seinem Herausforderer Axel Dieter Jr. (Sohn des fünffachen Catch-Cup-Weltmeisters Axel Dieter Sr.) sein. Dieser hatte sich zum Ziel gesetzt, den Championsgürtel zumindest für dieses Wochenende mit nach Hause zu nehmen. Zwar gelangen ihm einige gute Würfe, insgesamt hatte er allerdings keine Chance gegen den Niederländer aus Heeg, der von sich selbst sagt: „Ich bin einfach zu gut.“

Tief in die Trickkiste beziehungsweise unter den Ring griff Absolute Andy alias „Die Rohrzange aus Franken“ während seines Kampfes, indem er einen Klappstuhl zutage förderte und damit auf seinen Kontrahenten losging, um diesen genüsslich einmal um den Ring zu treiben.

Nach der spektakulären Show standen die Kraftmeier für Gespräche, Autogramme und Fotos zur Verfügung. Anschließend ging es für die Gäste zur Aftershow-Party, die eine Premiere bei der Veranstaltung im Dreyer Sportcenter bildete.

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