Seniorenquartier Gutshof Sudweyhe: Bewohner können im Oktober 2021 einziehen

Historisches mit Modernem verbinden

Modern und großzügig: So soll das Seniorenquartier Gutshof Sudweyhe aussehen.
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Modern und großzügig: So soll das Seniorenquartier Gutshof Sudweyhe aussehen.

Weyhe – Es herrscht reges Treiben auf dem Gelände. Zwischen den Rohbauten steht ein gelber Kran. Ein paar Männer arbeiten auf dem Dachstuhl. Wo sich jetzt noch Fahrzeuge, Gerätschaften und Materialien auf dem 9 500 Quadratmeter großen Areal befinden, soll im kommenden Jahr das fertige Seniorenquartier Gutshof Sudweyhe an der Straße Im Mühlengrunde stehen. Ein paar Arbeiten stehen aber noch an, bevor die ersten Bewohner im Oktober 2021 ihr neues Domizil beziehen dürfen.

„Das Areal nimmt Gestalt und Formen an“, sagt Sebastian Kelm, Pressesprecher der Gemeinde Weyhe, während einer Stippvisite. Die Wohnanlage solle nicht nur für die Bewohner geöffnet werden, sondern für den ganzen Ortsteil, so Kelm. Mit den Abrissarbeiten wurde im Frühjahr gestartet. „Seitdem hat sich viel getan“, findet der Pressesprecher. Rolf Specht, Geschäftsführer der Specht Gruppe, sagt: „Wir wollten etwas schaffen, was zu Sudweyhe passt. Es ist ein schöner Ortsteil.“ Zwischen den Gebäuden soll ein Innenhof entstehen.

Die denkmalgeschützte Zehntscheune bleibt erhalten. Darin sollen ein Restaurant für die Bewohner sowie ein Café mit Bäckerei für die Öffentlichkeit Platz finden, verkündet Architekt Michael Frenz. Auf dem ehemaligen Bauernhof werden neben der Scheune zwei neue Gebäude mit einer stationären Pflegeeinrichtung errichtet, heißt es in einer Pressemitteilung. Es entstehen 68 Einzelzimmer und 17 Pflegesuiten. Die Suiten seien die größe Wohneinheit und damit auch etwas teurer, berichtet Specht. Die Bewohner dürfen sich auf Einzelzimmer mit eigenem Bad freuen. Der Rohbau ist bereits fertig.

Gegenüber der Scheune soll im Erdgeschoss eine Pflege-Wohngemeinschaft mit zwölf Zimmer entstehen, die zwischen 25 und 30 Quadratmeter groß sein sollen. Im Ober- und Dachgeschoss sind insgesamt zwölf barrierefreie Wohnungen mit Balkon mit zwei bis drei Zimmern vorgesehen. Die Größen liegen zwischen 45 und 112 Quadratmeter. Die Badezimmer seien auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgelegt, heißt es vonseiten der Specht Gruppe.

„Wir bieten unseren rund 100 künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern alle Vorzüge eines modernen, selbstbestimmten Lebens in angenehmer Atmosphäre“, wird Karola Holweg zitiert, die für den Betreiber Emvia Living Gruppe die Eröffnung der neuen Einrichtung verantwortet. Die Anfrage beim betreuten Wohnen sei „riesig“, wie sie sagt. „Wir sind mit potenziellen Mietern auch schon im Gespräch.“

Das Grundstück habe einen dörflichen Charakter. „Mit der historischen Wassermühle ist es ein wunderbares Ensemble“, sagt Frenz. Bürgermeister Frank Seidel freut sich ebenfalls. Die neue Seniorenwohnanlage sei nicht nur für die Bewohner, sondern für die gesamte Gemeinde interessant. „Ich finde es spannend, was man hier schafft, und es ist schön, dass man das historische Gebäude mit dem Neuen verbindet.“ Er ergänzt: „Es ist toll, dass hier ein Marktplatz mit Café entsteht. Da freuen wir uns richtig. Es wird ein Platz für alle Weyherinnen und Weyher.“

Holweg sagt: „Es sind rund 60 Mitarbeiter, die wir hier benötigen – von allen Gewerken.“ Specht betont, dass die neue Seniorenwohnanlage ein Zuhause sein soll. Jeder solle sich dort wohlfühlen.

„Wir sind stolz darauf, all unseren Bewohnern die für sie persönlich am besten passende Wohnform anbieten zu können und freuen uns, für die moderne Seniorenbetreuung bestens aufgestellt zu sein“, wird Karola Holweg zitiert.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 17 Millionen Euro.

Von Lara Terrasi

Freuen sich auf das neue Seniorenquartier Gutshof in Sudweyhe: Architekt Michael Frenz, Einrichtungsleiterin Karola Holweg, Unternehmer Rolf Specht, Bürgermeister Frank Seidel sowie Stadtplanerin Viona Dropmann (von links).

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