Gastronomen organisieren Freiluftparty

Himmelfahrt: Familienfest auf Marktplatz

Klaus Wessels - Foto: Ehlers

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Der Markplatz soll nach den Vorstellungen der Gastronomen Klaus Wessels (Wessels in Leeste) und Mario Berisha (Dall’Italiano in Kirchweyhe) am morgigen Himmelfahrtstag zu einem Besuchermagneten werden. In der Zeit von 10 bis 18 Uhr unterhalten die Band „Why Not“ und DJ Artur die Gäste. Mehrere Buden bieten Essen und Getränke an. Den Kindern steht ein Karussell zur Verfügung.

Das Duo Wessels/Berisha will somit an die Tradition der Veranstaltungen unter freiem Himmel anknüpfen, die der Marktplatz-Verein unter Führung von Heinz-Hermann Kuhlmann ins Leben gerufen hatte. Auch an Himmelfahrt haben sich – vor Jahren – stets mehrere Hundert Weyher auf den Weg gemacht, um dort zu feiern. Diese Partys, aber auch das Sommerfest und zuletzt „Weyhe total“ standen nach Problemen mit der Lautstärke auf der Kippe und wurden nach und nach abgesetzt. Doch man habe sich mit den Anwohnern geeinigt. Denn auch die Gemeinde hat ein Interesse daran, dass der Marktplatz belebt wird.

Der Gastronom Klaus Wessels schildert, wie seine Idee zum Frühshoppen auf dem Marktplatz Gestalt angenommen hat:

Warum organisieren Sie das Fest an Himmelfahrt? Wie sind Sie auf die Idee gekommen? 

Klaus Wessels: Für diesen Tag organisieren wir seit Jahren auf dem Schützenhof in Leeste eine Vatertagsveranstaltung. Es gab die Feiern auf dem Marktplatz. Ich hatte schon lange die Idee, daran anzuknüpfen, musste nur einen Partner finden. Mario und ich sind Freunde. Und wir vereinbarten, etwas Gemeinsames zu machen. Mario hat noch nie ewas am Himmelfahrtstag gemacht. Ich konnte ihn überzeugen.

Weshalb haben Sie sich den Marktplatz als Ort für die Freiluftfete ausgesucht?

Wessels: Mir war es wichtig, in Kirchweyhe präsent zu sein. Teilweise gibt es sogar eine Schere im Kopf, dass Kirchweyher in Kirchweyhe und Leester in Leeste bleiben. Der Marktplatz hat zudem eine gewisse Größe. Hatten wir auf dem Schützenhof nur Platz für einen Lastwagen als Bühne, zwei Bierwagen und eine Wurstbude, haben wir jetzt Platz und Wagen verdoppelt. So gibt es vier Getränke- und zwei Essenstände. Es ist auch an ein Karussell gedacht. Denn die Veranstaltung richtet sich nicht nur an die Väter, sondern auch an Mütter und Kinder.

Das Familienfest beginnt wie der Gottesdienst in der Felicianuskirche um 10 Uhr. Weshalb ist der Start der achtstündigen Veranstaltung so früh?

Wessels: Die ersten Gäste sind ganz früh unterwegs. Die wollen wir ebenfalls versorgen.

Welchen Aufwand haben Sie betrieben? Gab es Widerstände bei der Organisation?

Wessels: Nein. Ich habe mich gewundert. Den Antrag für die Außenveranstaltung hatte ich im Februar bei der Gemeinde abgegeben. Allerdings weiß man nicht, wie das Wetter Anfang Mai wird. Damit steht und fällt die Veranstaltung. Dieses Risiko scheuen viele Veranstalter. Denn niemand möchte draufzahlen. Die Gemeinde hat geholfen. Allerdings müssen wir Auflagen erfüllen: So muss ein Sicherheitsteam ebenso vor Ort sein wie das Rote Kreuz. Das ist in Ordnung, zumal auch Alkohol im Spiel ist. Die Polizei ist ebenfalls informiert.

Bleiben Ihre Gastronomiebetriebe an diesem Feiertag geöffnet? 

Wessels: Das Dall’Italiono bleibt normal geöffnet, das Wessels geschlossen.

Wird es nach einer erfolgreichen Veranstaltung eine Wiederholung geben?

Wessels: Es soll eine Fortsetzung geben. Natürlich muss sich die Veranstaltung rechnen. Wir haben erhebliche Vorlaufkosten. Es geht nicht um einen Gewinn in einer bestimmten Höhe, sondern um die Resonanz. Es wäre toll, wenn viele Gäste kommen. Wobei sich auch der Kirchweyher Hof und das Gasthaus Ribecca beispielsweise auf den Himmelfahrtstag vorbereitet haben.

Werden weitere Gastronomen dazukommen, um die Veranstaltung 2017 vorzubereiten?

Wessels: Nein. Mario und ich sind auf einer Wellenlänge. Wir möchten sogar gemeinsam einen Gastronomiebetrieb in der Region übernehmen und betreiben.

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