Baur: Projekt soll fortgeführt werden

„Hilfspolizisten haben sich bewährt“

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Die Fahrzeuge der Hilfspolizisten, die die Schwertransporte begleiten, sind gut gekennzeichnet.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Holger Baur, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes des Weyher Polizeikommissariats, kann sich noch genau an die Situation erinnern, als die Fördermittel für Windräder ausliefen und aus diesem Grund im Landkreis schnell verschiedene Windparks errichtet worden sind. Deshalb mussten die Leester Beamten 2015 und 2016 Nacht für Nacht Schwertransporte mit Überlängen begleiten. Das sei eine Herausforderung gewesen.

Eine Begleitung ist deshalb laut Baur notwendig, weil die Spezialfahrzeuge „in puncto Höhe, Weite, Länge und Gewicht von der Norm abweichen.“ Das gelte insbesondere für die Flügel.

Der andere Verkehr müsse vor diesen Transporten geschützt werden. Allerdings fahren die Beamten mit ihren Autos mit Blaulicht nur dann voraus, wenn es die Einsatzlage zulässt. Wenn es aber partout nicht gehe, bleibe ein Transport stehen, „bis sich die Lage beruhigt hat“.

Seit März 2016 haben die Beamten Verstärkung durch Hilfspolizisten bekommen. „Wir haben mit ihnen gute Erfahrungen gemacht“, sagt der Ordnungshüter. Sie würden im Rahmen eines Projekts eingesetzt.

Hilfspolizisten gelten als Beliehene

Dabei üben besonders geschulte Mitarbeiter von Speditionsunternehmen den speziellen hoheitlichen Job aus, um die Schwertransporte an ihr Ziel zu lotsen. Die Hilfspolizisten gelten für die Fahrt als sogenannte Beliehene. „Sie haben technisch gut ausgestattete Fahrzeuge zur Verfügung. Ihre LED-Technik ist aus weiter Entfernung sichtbar. Außerdem haben sie riesige Tafeln, die Verkehrszeichen einspielen, die die Bürger beachten sollten, empfiehlt der Polizist.

Das Projekt hat laut Baur bereits zu einer Entlastung geführt. Der Einsatz- und Streifendienstleiter befürwortet eine geplante Verlängerung über den 15. Januar des kommenden Jahres hinaus. Er hofft, dass die nächste Landesregierung das Projekt fortsetzt. Der Beamte plädiert dafür, dass sich die Anzahl der Hilfspolizisten erhöht. Der Ordnungshüter begründet seinen Wunsch mit einem Beispiel aus der Nacht zu gestern: Im ganzen Gebiet der Polizeidirektion Oldenburg waren laut Baur 55 Transporte gelistet. Fünf von ihnen hatten zivile Begleiter. Allerdings ändere sich das Verhältnis an einem anderen Tag.

„Dennoch werden wir das Geschäft vorerst nicht ganz aufgeben können“, sagt Holger Baur.

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