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Gemeindeelternrat ruft zu Schulranzen-Spenden auf

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Von: Sigi Schritt

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Frank Seidel und Franziska Schwarz-Beck werben für die Aktion des Gemeindeelternrats. Im Hintergrund weht auf einem Fahnenmast auf dem Rathaus-Areal die ukrainische Landesflagge.
Frank Seidel und Franziska Schwarz-Beck werben für die Aktion des Gemeindeelternrats. Im Hintergrund weht auf einem Fahnenmast auf dem Rathaus-Areal die ukrainische Landesflagge. © Sigi Schritt

Dem Krieg in der Ukraine begegnen Weyher mit einer Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft. 30 Ukrainer seien laut Bürgermeister Frank Seidel bereits in Gebäuden und Wohnungen der Gemeinde untergekommen und 70 in privaten Unterkünften. Die Gemeinde geht davon aus, dass es dabei nicht bleibt.

Weyhe – „Die Unterstützungsbereitschaft ist gigantisch“, sagt Sebastian Kelm, Sprecher der Gemeinde. Helfen will auch der Gemeindeelternrat Schulen. Er beteiligt sich mit einer Ranzen-Aktion, um den Kindern beim Schulstart in Weyher Grundschulen oder den Kooperativen Gesamtschulen Kirchweyhe und Leeste behilflich zu sein.

Franziska Schwarz-Beck aus Leeste ist Mitglied in diesem Gremium und bittet Weyher, gut erhaltene Ranzen zu spenden. Weyher könnten diese entweder in der Grundschule Erichshof oder an der Hausmeisterloge in der KGS Kirchweyhe abgeben.

Der Schulelternrat wolle helfen, einen guten Einstieg zu ermöglichen, so Schwarz-Beck. Die Schulpflicht der Mädchen und Jungen bestehe ab dem Zeitpunkt, ab dem die Familien Hilfeleistungen beantragen. „Dann wäre ein Schulbesuch sofort möglich.“

Es komme bei den Ranzen darauf an, dass sie als verschenkfähig erachtet werden.

Eine Erst-Ausstattung wäre ebenfalls wünschenswert. Stifte und die Aufbewahrung sowie Brotdose und Trinkflasche sollten neuwertig sein. „Wer möchte, kann Gutscheine vom hiesigen Handel mitgeben.“

Ein Spendenkonto habe der Schulelternrat nicht, deshalb wolle er mit Wertgutscheinen arbeiten.

„Sollte der Weyher Bedarf gedeckt sein, würden wir die gespendeten Sachen weitergeben“, kündigt Franziska Schwarz-Beck an. Für die Mutter sei es wichtig, dass die geflüchteten Kinder in Weyhe eine Willkommenskultur erleben.

Um zu helfen, aber auch, um Informationen auszutauschen, hat Franziska Schwarz-Beck die Facebook-Gruppe mit dem Namen „Weyhe ist sicherer Hafen - Geflüchtete in unserer Gemeinde“ gegründet.

Bis gestern Nachmittag hatte die Gruppe bereits 308 Mitglieder. Die Gruppen-Administratorin wünscht sich, dass Schutzsuchende, speziell aus der Ukraine, Bedarfe äußern und dass Weyher schnell und unkompliziert auf die Wünsche und Nöte eingehen.

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