Herzenssache

Dirk Busch veröffentlicht ein neues Album – in englischer Sprache

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Dirk Busch hat sein 33. Album veröffentlicht.

Weyhe - Von Anke Seidel. Er hat es wieder getan. Oder, um es mit den Worten von Dirk Busch selbst zu sagen: „Oops, he did it again!“ Der bekannte Sänger, Komponist und Texter hat sein neues, mittlerweile 33. Album herausgebracht – bewusst in englischer Sprache, obwohl seine größten Erfolge Lieder mit deutschen Texten waren.

Aber seinem Herzen zu folgen und authentisch zu bleiben – das würde er immer wieder tun, stellt der Künstler aus Kirchweyhe klar. „Es macht Spaß, diese Sachen zu singen“, sagt Dirk Busch – und versichert mit dem Titel seines neuen Werks „I would do it all again“: Er würde alles noch einmal so machen.

„Es sind die Wurzeln“, beschreibt Dirk Busch sein Faible für die amerikanische Musik, die sein neues Album prägt – und berichtet von den Austauschschülern aus Amerika in seinem Elternhaus, die ihn seiner Jugend inspirierten: „Sie setzten sich zusammen und spielten. Es war so beeindruckend...“

Geblieben ist die Nähe zu den Songwritern. Genau dort lassen sich die Titel auf seinem neuen Album verorten. Es ist eine melodische Mischung aus Folk, Balladen und New Country Rock, die Busch mit einfühlsamen Texten kombiniert – mal poetisch, mal heiter, immer nah am Leben und an der Liebe. Nein, „aufgeblasenes Computergedöns und Keyboard-Orgien“ sind seine Sache nicht.

Der Sänger und Songwriter, der 2016 mit dem Kulturpreis des Landkreises Diepholz ausgezeichnet worden ist, will Geschichten erzählen, „die Hand und Fuß haben und mit dem Leben, seinem Sinn, seinem Spaß, aber auch seiner Endlichkeit zu tun haben“, formuliert es der 67-jährige Künstler selbst.

Pläne, Illusionen und die Suche nach dem Glück: Darum geht es im Titel-Song „I would do it all again“, bevor Busch über einem Strand die Morgensonne glänzen lässt („Walking in the morning sun“) oder auf dem Regenbogen reitet („Riding on a rainbow“). Und immer wieder die Liebe: Die Ballade „Who are you“ spiegelt das Mysterium einer faszinierenden Frau und das Rätsel um das Wesen hinter ihrem Gesicht. 

„Yes she can“ ist eine Liebeserklärung an eine selbstbewusste, lebenstüchtige Frau – und lässt Erinnerungen an „Sie beißt und kratzt“ anklingen, den großen Klassiker von Dirk Busch, der sein neues Album gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth vorstellt.

Ein Wiederhören gibt es mit einem weiteren Hit. Denn die Melodie von „Liebst du auch den rauen Wind“, seiner Hymne auf Norddeutschland, präsentiert der Songwriter im neuen Arrangement und mit einem englischen Text – Aufforderung und Einladung zugleich, sich gegen den Wind zu stellen, Mitmenschlichkeit und Solidarität zu leben. „Der Text ist eher politisch und passt in diese Zeit“, sagt Busch. 

Fast allen seinen Songs hat der Künstler einen eher versöhnlichen, hoffnungsvollen Grundton gegeben. „Obwohl oder gerade weil der Zustand der Welt großen Anlass zum Zweifel, ja zum Verzweifeln gibt“, erklärt er – und verrät, dass sein neues Album „das Ergebnis eines kleinen Schreibrausches nach einem mehrwöchigen USA-Aufenthalt“ ist.

Gemeinsam mit Dirk Schlag (Gitarre), Karsten Günther (Arrangement), Wolf Codera (Saxophon), Ulrich König (Oboe) und Mark Woodlake (Co-Texter) hat er es realisiert. „Musik hat einen inneren Wert, ist eine Bereicherung des Lebens“, sagt Busch.

Zur Person 

Dirk Busch ist Sänger, Komponist, Texter, Produzent und Arrangeur. Er wurde in Brunsbüttelkoog, Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein, geboren. Schon mit 14 Jahren stand er auf der Bühne. Der heute 67-Jährige veröffentlichte bereits 32 Alben in sechs Sprachen. 

Er wirkte als Soziologieprofessor an der Universität Bremen und veröffentlichte mehrere Bücher sowie Forschungsarbeiten zum Thema Qualifikationen und Arbeitsmarkt von Hochschulabsolventen. Als Musiker landete er mit „Sie beißt und kratzt“ 1985 und mit „Liebst du auch den rauen Wind“ 1991 große Hits. Zurzeit ist er mit dem Titel „Ein Abholdienst für Probleme“ in den deutschen Charts. 

www.dirk-busch.de

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