Bewerbungen bereits möglich

Hermes will für Weyher Logistikzentrum Mitarbeiterteam aufstocken

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Die Arbeiten sind im Zeitplan: (v.l.) Investor Christoph Peper, Jörg Wenzel (Goldbeck) und Marco Schlüter (Hermes) schauen sich in der Halle um.

Sudweyhe - Mit einem verspäteten Spatenstich hat das Unternehmen Hermes Germany am Donnerstag den Beginn der Bauarbeiten seines Hochleistungsverteilzentrums für Pakete gefeiert.

Der Logistiker investiert nach eigenen Angaben in Weyhe einen zweistelligen Millionenbetrag in den die Umschlag- und Sortiertechnik – wie Hermes-Geschäftsführer Marco Schlüter am Donnerstag der Runde der geladenen Gäste verkündet hat.

Das 5.500 Quadratmeter umfassende Gebäude sei ein „wichtiger Bestandteil des rund 300 Millionen Euro schweren Infrastrukturprogramms, mit dem der Logistiker bundesweit sein Netzwerk ausbaut. 

Wenn das Zentrum in Sudweyhe in Betrieb geht, wird es das erheblich kleinere in Delmenhorst vollständig ersetzen, so Schlüter weiter. In jenem angemieteten Gebäude würden derzeit täglich rund 30.000 Pakete abgefertigt, sagt der Delmenhorster Standort-Leiter Björn Köck.

Hermes in Weyhe: Mehr als 50.000 Pakete pro Tag

In Sudweyhe sollen auf dem Areal der ehemaligen Ziegelei Wehrmann dagegen ab dem geplanten Betriebsstart 2020 täglich sogar mehr als 50.000 Pakete für die Region Bremen und Umland umgeschlagen werden. Die 50-köpfige Delmenhorster Belegschaft soll nach Weyhe umziehen.

Vize-Bürgermeisterin Ingrid Söfty übermittelt Grüße von Rat und Verwaltung.

Mehr noch: Das Team wird um weitere 50 Mitarbeiter ergänzt. Es sei jetzt schon möglich, Initiativbewerbungen zu schreiben, ergänzt Köck. Die Arbeitnehmer würden nach Tarif bezahlt, sagt er.

Für Hermes-Geschäftsführer Marco Schlüter sei das Grundstück in Sudweyhe vor den Toren Bremens mit einer guten Anbindung an die Autobahn und an die Bundesstraße 6 „optimal gelegen“. Er glaubt, dass Hermes dort gut gerüstet sei, zumal viel dafür spreche, dass das Paketaufkommen weiter steigt. Schlüter sagt, dass allein der Onlinehandel von 2018 bis 2025 um das Doppelte auf 3.2 Milliarden Pakete jährlich wachsen soll.

Hermes setzt auch in Weyhe auf Nachhaltigkeit

Der Logistiker Hermes, der zur Hamburger Otto-Gruppe gehört, setzt laut Schlüter auf Nachhaltigkeit. „Von Weyhe aus werden zehn elektrisch betriebene Lieferfahrzeuge ausschwärmen, um zum Beispiel die Bremer Innenstadt emissionsfrei anzusteuern. Für dieses Vorhaben habe Hermes eine sogenannte strategische Partnerschaft mit Mercedes Benz geschlossen.

Bekommen auch die Parkplätze der künftigen Mitarbeiter E-Anschlüsse, falls sie mit Elektroautos zur Arbeit kommen? Wie Jörg Wenzel, Prokurist und Bremer Niederlassungsleiter des Bauunternehmens Goldbeck auf Nachfrage erläutert, sei das noch nicht geplant. Aber es sei kein Problem, so etwas zu bauen, denn die dazu erforderlichen Leerrohre würden in den Boden eingezogen.

In Sachen grüner Energieversorgung bahnt sich womöglich sogar eine Partnerschaft mit dem Betreiber der nachbarschaftlichen Biogasanlage an.

An diese Stelle sollen einmal Lastwagen andocken.

In der Anlage, die sich in direkter Nachbarschaft befindet, würden im Jahr 4,8 Millionen Kilowattstunden Energie und laut Betreiber Friedrich Wetjen die gleiche Menge an Wärme produziert. Außerdem schlug Wetjen vor, für den Umschlagplatz Windkraft-Strom zu liefern, der ebenfalls ganz in der Nähe produziert wird.

Arbeiten für Verteilzentrum liegen im Zeitplan

Auf diese möglichen Synergieeffekte hatte die Vize-Bürgermeisterin Ingrid Söfty (CDU) in ihrer Rede hingewiesen. Weiter sagte sie, dass die Gemeinde stolz darauf sei, dass sich ein deutschlandweit agierender Logistiker in der Wesergemeinde ansiedele. „Wir freuen uns auf ein konstruktives Miteinander“, so Söfty.

Alles scheint nach Plan zu laufen. Die Arbeiten für den Weyher Logistikknotenpunkt liegen laut Investor Christoph Peper im Zeitplan. Peper sei deshalb sicher, weil er die Baufirma als sehr leistungsfähig kennengelernt hat. Am 11. Februar hatte er noch die Ausschreibungsunterlagen in der Hand, jetzt habe die Halle bereits ein Dach. Möglich macht dies die modulare Bauweise, erläutert Jörg Wenzel. Das Unternehmen fertige Betonteile in Werken in Hamm und Ulm und liefere sie an.

Wenn die Halle fertig ist, sind an den Seiten 68 Tore verteilt: 26 Tore sind für große Lastwagen gedacht. Die Fahrer liefern die Pakete an. Die wiederum würden in den Bauch des Gebäudes gebracht.

Hermes eröffnet auch Paketshop in Sudweyhe

Eine moderne Sortieranlage, die in der Halle auf einer mittleren Ebene untergebracht werden soll, verteilt die Pakete an die anderen 42 Tore. Dort werden die verschiedenen Fahrzeuge beladen, deren Fahrer in die entsprechenden Bezirke steuern. Hermes schätzt, dass mit dem Betriebsstart rund 80 Touren täglich gefahren werden.

Der Weyher Standort sei auch für Privat- und Firmenkunden interessant, so Marco Schlüter, weil dort zu den üblichen Bürozeiten von den Firmenmitarbeitern ein Paketshop – nebenbei – bedient wird, in dem man Pakete abgeben und abholen kann.

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