Helmut Fellermann Weyher und Syker Tafel Organisation des Jahres 2013

Nicht viel geredet – lieber gehandelt

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Bürgermeister Frank Lemmermann gratuliert Helmut Fellermann (l.) zur Wahl.

Weyhe - Von Philipp Köster. Helmut Fellermann ist „Weyher des Jahres 2013“. Diese Auszeichnung erhielt der Kirchweyher gestern Abend im Rahmen der jährlichen Verleihung des Preises im Rathaus aus den Händen von Frank Lemmermann. Zur „Weyher Organisation des Jahres“ hatte die Jury die Ausgabestelle Weyhe der Syker Tafel auserkoren.

Mit der Preisverleihung würdigt die Gemeinde seit 2005 ehrenamtliches Engagement.

Der in Weyhe fest verwurzelte Fellermann sei in gewisser Weise ein Kollege, vertritt er doch als Bürgermeister „Hinnerk Achterndiek“ die Gemeinde Wübbetermoor.

Fellermann, vielen noch bekannt als Schwimmmeister des Freibads, sei seit Jahren auf vielen Gebieten ehrenamtlich engagiert, sagte Lemmermann. So gibt er den Weyher Kalender heraus, zeichnet die Gemeinde „mit spitzer Feder“, ist seit 60 Jahren in der Lahauser Bühne, spielt in der Swing Combo, beim Weyher Unterhaltungensemble und den Genkys. Zudem war lange Vorsitzender des Schwimmvereins und wirkt bei der Lahauser Runde in der Seniorenarbeit mit.

Carla Pfitzner, Peter Bentz, Regina Bentz und Gisela Schulte nehmen stellvertretend für das Tafel-Team die Ehrung aus Händen von Bürgermeister Frank Lemmermann entgegen.

Der Geehrte brachte in einer heiter-ironischen Dankesrede den Ratssaal zum Lachen. So stellte er die Auszeichnung zum Weyher des Jahres über die „Massenware“ Bundesverdienstkreuze und Nobelpreise, ganz einfach, weil der hiesige Titel in der „Menschheitsgeschichte“ bisher so selten verliehen worden sei. Fellermann mache sich nun Gedanken, ob „Bekanntenkreis, Familie und Kraftfahrzeug aus den 90er-Jahren überhaupt noch zu mir passen“.

Doch sprach er auch nachdenkliche Worte, etwa als er an seine Kindheit zum Ende der Nazizeit erinnerte. Oder als er den ironisch gebrauchten Begriff „Gutmensch“ verurteilte, den vor allem Leute gebrauchten, „die selbst keinen Finger krumm machen“. „Gott sei Dank“ gebe es noch Bürger, die sich für die Gemeinschaft einsetzten.

Bürgermeister Lemmermann hatte zuvor in seiner Vorstellung der 23 für den Titel vorgeschlagenen Personen und Organisationen nicht nur die unentgeltliche Freiwilligkeit, sondern auch die Bescheidenheit der Aktiven hervorgehoben: „Wenn man mit ihnen spricht, kann man immer wieder hören: ,Ich mache doch gar nichts Besonderes‘ oder: ,Das ist doch selbstverständlich‘, und man merkt, die Ehrenamtlichen reden nicht über ihr Tun, sie handeln lieber.“

Die Ausgabestelle Weyhe der Syker Tafel würdigte er als Organisation, die sich in einer „immer kälter werdenden Gesellschaft“ um Menschen kümmere, die nicht immer menschenwürdig zu essen haben.

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