Sammlung fürs Kinderhospiz Löwenherz

Für den guten Zweck mit dem Longboard nach Flensburg

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Paul Brandes (16) aus Gifhorn und Joschka Röhrs (15) aus Leeste sind nicht nur beste Freunde, sondern sie planen ein Wohltätigkeitsprojekt: Sie wollen mit Longboards von Bremen nach Flensburg fahren und fürs Kinderhospiz Löwenherz spenden.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Ist man mit 15 Jahren zu jung, um ein Wohltätigkeitsprojekt umzusetzen? Nein, sagen Joschka Röhrs (15) aus Leeste und Paul Brandes (16) aus Gifhorn. Die beiden Freunde könnten in ihren Ferien ins Schwimmbad gehen oder am Computer zocken. Doch sie wollen lieber Geld für das Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz sammeln. Die Jugendlichen haben sich dafür eine ungewöhnliche mehrtägige Aktion überlegt, die ihre privaten Interessen ebenso berücksichtigt.

Die beiden Jungs wollen mit ihren Longboards in mehreren Tagesetappen 320 Kilometer von Bremen bis nach Flensburg fahren und dabei Geld fürs Kinderhospiz sammeln – zum Vorbild haben sie die Run-for-Help-Aktionen der Weyher Schüler genommen. Joschka Röhrs und Paul Brandes hoffen auf Sponsoren, die ihnen für jeden absolvierten Kilometer einen gewissen Betrag zur Verfügung stellen. „Wir bitten um Überweisungen. Das Geld kommt zu 100 Prozent bei Löwenherz an“, sagen die Oberstufenschüler. Um auf die Arbeit der Syker Einrichtung aufmerksam zu machen, wollen sich die Jungs auf ihrer Reise mit Journalisten vom Radio und von Zeitungen treffen.

Die Idee dazu sei nach einem Gottesdienst in der Marienkirche gereift, bei dem die Leiterin des Kinderhospizes, Gaby Letzing, von der Bürgerkanzel über ihre Arbeit berichtete. Einen weiteren Bezug zu Löwenherz hat Joschka, weil seine Mutter dort beschäftigt ist.

Um das Projekt zu verwirklichen, benötigen die Longboarder finanzielle Hilfe für sich selbst: Es geht um Verpflegung, Unterkunft und Materialkosten. Sie wollen Fotos und Videos von ihrer Tour regelmäßig ins Internet stellen. „Wir haben ausgerechnet, dass uns der Trip je Person rund 500 Euro kosten wird“, so Paul. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann (Gifhorn) habe bereits ebenso Unterstützung zugesichert wie ein Scaterladens aus Braunschweig.

Ihre kleine Abenteuerreise beginnt am Donnerstag, 14. Juli: Die Freunde starten in der Wesergemeinde und steuern nur Bremen an. „Von dort ging es ein Jahr zuvor nach Gifhorn, das waren aber nur 200 Kilometer“, sagen sie. Diesmal wollen sie mehr Strecke machen, müssen dazu ihre Bretter – rund anderthalb Meter lang – noch mit speziellen Rollen ausstatten. Soviel steht schon fest: Am 15. Juli wollen sie abends in Zeven sein, und am 16. und 17. Juli in Hamburg. „Wir halten etwa das gleiche Tempo wie ein Radfahrer“, so Joschka. Das bestätigt sein Vater, Pastor Ulrich Krause-Röhrs. „Ich kam nach einem Vorsprung kaum hinterher.“

www.facebook.com/boardbuddies

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