Grünes Klassenzimmer für Grundschule Leeste

Corona-konformer Unterricht im Freien

Verteilen in einem Arbeitseinsatz Erde, um das Areal zu modellieren: Mitglieder des Rotary Clubs und Lehrer der Grundschule.
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Verteilen in einem Arbeitseinsatz Erde, um das Areal zu modellieren: Mitglieder des Rotary Clubs und Lehrer der Grundschule.

Die Grundschule Leeste bekommt ein Grünes Klassenzimmer. Damit soll Unterricht im Freien möglich sein. Zahlreiche Helfer packten dafür fleißig mit an.

  • Nach den Sommerferien öffnet das Grüne Klassenzimmer seine Türen.
  • Wildblumen, Beeren- und Säulenobst sollen dort wachsen.
  • Rotary-Mitglieder und Lehrer packten gemeinsam mit an.

Weyhe – Erst nach den Sommerferien soll es offiziell für Schüler an den Start gehen: Das Grüne Klassenzimmer der Grundschule Leeste. In dem „soll unter freiem Himmel corona-konformer Unterricht möglich sein“, sagt Martin Stamnitz, Rektor der Grundschule Leeste. Er hat bereits genaue Vorstellungen, erklärt er am Rand eines Arbeitseinsatzes, an dem einige Lehrer und Rotary-Mitglieder beteiligt sind.

„Wir wollen das etwa 19 Meter lange und 15 Meter breite Areal als Garten nutzen, in dem Unterricht im Freien möglich ist“, so Stamnitz.

Das Gelände, auf dem die Perle der Schule errichtet wird, befindet sich auf einem Areal, was von Eltern, Schülern und Lehrer selbst, im Laufe der Jahre nicht besonders beachtet worden ist. Es liegt fernab der üblichen Laufwege auf der Rückseite der Schule und grenzt sowohl an die Pausenhalle als auch an einen Flur.

In der Nähe befinden sich der Lehrer-Parkplatz, eine Fluchttreppenanlage und Garagen. Es ist die Seite, die früher an die Mühle Landwehr grenzte, die nicht besonders ansehnlich war.

Wildblumen und Obst sollen wachsen

Auf diesem 285 Quadratmeter großem Areal sollen künftig Wildblumen ebenso blühen wie Säulenobst gedeihen. Kinder dürfen sich künftig aber auch an Beerenobst bedienen, wenn es denn einmal reif sein sollte. Gemüse ist auch ein Thema für die Schule. „Das soll in die Hochbeete gepflanzt werden“ und zwar laut Rektor Stamnitz jenes, was im Sachunterricht gerade Thema sei und die Fachkonferenz beschlossen habe.

An der Grundstücksgrenze, zwischen den Schulgaragen und der Mauer der Toilettenanlage der Pausenhalle, sollen Bäume gepflanzt werden.

Das ist aber noch ein wenig Zukunftsmusik, denn es gilt, das Gelände zu modellieren. Das Syker Rotary-Mitglied Bernhard Haase hatte die Erde gestiftet, die zwei schwer beladene Transporter kürzlich anlieferten. Rotary-Mitglieder und Lehrer brachten Schaufel und Schubkarren mit, um die Erde nach den Anweisungen des Rektors zu verteilen. Außerdem stellte der Mediziner Norbert Grieb noch seinen Kleinbagger zur Verfügung.

Monatelange Planung war nötig

Die Planung für dieses Grüne Klassenzimmer hat einen monatelangen Vorlauf, berichtet der Rektor. Zusammen mit einer Planungsgruppe habe er sich nach den Sommerferien die ersten Gedanken dazu gemacht. Es geht bei dem Projekt auch darum, eine Person, die einen Freiwilligendienst an der Schule leistet, einzubinden. Für das Grüne Klassenzimmer sei so eine didaktisch-methodische Umsetzung für die nächsten Jahre garantiert, erklärt der Rektor.

Hilfe für dieses Vorhaben kam unter anderem vom Förderkreis, der eine Spendenaktion initiiert hatte. Auch die Gemeindeverwaltung leistete einen Beitrag: Der Bauhof ebnete zum Beispiel den Untergrund und spendierte ausgemusterte Betonringe als Hochbeete. Die noch teilweise mit Graffiti versehenen Behälter müssten noch ein wenig Farbe bekommen, so Stamnitz.

Außerdem hätte der Bauhof Hölzer reserviert, die im September angeliefert werden würden. Da könnten sich die Erst- bis Viertklässler draufsetzen. Zudem wird noch ein größeres Pult benötigt und dann errichtet. „Jede Art von Unterricht ist möglich“, kündigt Martin Stamnitz an.

Zaun soll noch errichtet werden

Da ein Teil des Areals im Schatten liegt, würden auch schattenresistente Pflanzen in die Erde kommen, das sei bei der Planung berücksichtigt worden. Bis September werde das Projekt weiter wachsen: Der Naturschutzbund Weyhe will verschiedene Nistkästen anbringen. Eine Schularbeitsgemeinschaft wird das bestehende Insektenhotel weiter betreuen.

Befürchtungen, Opfer von Vandalismus zu werden, hat die Grundschule nicht. Es wird ein Zaun errichtet. Das müsse reichen, erklärt Rektor Stamnitz, der meint, dass das Projekt „nie fertig werden wird“.

Einen Wunsch hat er jedoch für das Gelände: ein Sonnensegel.

Brachten Erde zum Schulgelände: Zwei Lastwagen.

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