Gründungsversammlung für Quartier Leeste / Wiederholungsveranstaltung am kommenden Dienstag

Lebendiges Konzept für Geber und Nehmer

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Rund 100 Leester nehmen an der ersten Bürgerkonferenz teil.

Leeste - Von Heiner Büntemeyer. Rund ein Drittel der etwas mehr als 9000 Einwohner Leestes ist älter als 55 Jahre. Tendenz steigend. Rund 100 von ihnen waren am Dienstag in die Alte Wache gekommen, um sich über das geplante „Quartierskonzept Leeste“ zu informieren.

Schon seit 2009 verfolgt Weyhe gemeinsam mit dem Seniorenservicebüro das Quartierskonzept, erklärte Udo Petersohn von der Gemeinde. Ältere Mitbürger sollen Hilfen wahrnehmen, damit sie länger selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden und der vertrauten Umgebung leben können. In mehreren Weyher Ortsteilen gibt es bereits Quartiere.

Anschließend informierte Lilja Helms vom „Pro Dem-Senioren- und Pflegestützpunkt“ über ihre Arbeit. Sie räumte mit der weit verbreiteten Meinung auf, die Arbeit von Pro Dem beschränke sich auf die Betreuung dementer Menschen. „Zu unserer Kernkompetenz gehören noch weitere Aufgaben, die sich an alle Weyher Senioren richten“, erklärte sie. Grundsätzlich gehe es um prophylaktische Beratungen, Angebote und Maßnahmen zum Thema Altern. Unterschiedliche Wohnformen, Pflege, Barrierefreiheit, Selbsthilfegruppen, Informationen über finanzielle Hilfen und Unterstützung beim alltäglichen „Papierkrieg“ zählen dazu. Aus dieser Situation heraus sei auch das Quartierskonzept entstanden, dessen Verwirklichung Managerin Christin Brümmer erklärte.

Es sei ein lebendiges Konzept, das die Bürger mitgestalten. Ziel sei es, nachbarschaftliche Beziehungen zu schaffen oder wieder zu aktivieren. Dabei seien in den Quartieren Ansprechpartner unerlässlich. Deren Funktion sei es, auf die Nachbarn zu achten, sich ihnen als Gesprächspartner anzubieten. Die Senioren sollten sich mit ihren Anliegen an sie wenden können, wenn sie Rat und Hilfe benötigen. Auf keinen Fall sollte die Arbeit der Ansprechpartner als „schnüffeln“ missgedeutet werden. Vielmehr sollten sie in den Quartieren als Ideengeber bei der Gestaltung der Ortsteilrunden wirken.

Brümmer unterscheidet bei dieser Arbeit Geber und Nehmer. Geber seien jene Senioren, die aktiv an der Gestaltung der Nachbarschaften mitarbeiten; Nehmer seien diejenigen, die davon profitieren.

Für Leeste fungieren Anke Brümmer, Ilona Güttler, Christa Kastens, Inge und Frank Lemmermann, Gerda und Rainer Luppa, Barbara und Ludwig Harjes, Werner Hinners, Klaus Kappel, Ulrich Kuhlmann, Johann Meinke, Helmut Raddatz, Dieter Meyer und Martin Panten. Die Veranstaltung wird am kommenden Dienstag, um 18 Uhr in der Alten Wache wiederholt.

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