Weltrekordversuchler in Dreye begrüßt

Großer Bahnhof für Barfußläufer Aldo Berti

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Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Gästeführerin Erika Christmann sowie einige Bürger begrüßen den Pilger mit einem Banner.

Dreye - Von Sigi Schritt. Der Weltrekordversuchler Aldo Berti hat Donnerstagmittag in Weyhe eine Premiere erlebt: Die Gemeinde empfing den 53-jährigen Barfußläufer mit einem großen Bahnhof an der Dreyer Willkommensstele des Jacobswegs.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte begrüßte den Schwaben aus Villingen und hatte den Wirtschaftsförderer Dennis Sander sowie die Marketingbeauftragte Ines Hansemann ebenso mitgebracht wie die Gästeführerinnen um Sprecherin Erika Christmann.

Gästeführerinnen haken den Weltrekordversuchler Aldo Berti ein. Ihren „Hahn im Korb“ lotsen die Mitstreiterinnen von Erika Christmann (r.) zu seiner gesponserten Unterkunft. Sie gehen mit ihm essen und abends ins Weyher Theater.

Die hatten zuvor ein großes Banner der Gemeinde aufgespannt. „So etwas gab es auf der Tour noch nie“, sagte der begeisterte Läufer.

Auf seiner Etappe von Bremen in die Wesergemeinde musste er Minuten zuvor eine Schotterstrecke auf der Deichkrone bewältigen. Sie erinnerte ihn an sein selbst gewähltes Motto: „Blaue Flecken für soziale Zwecke.“ Denn er setzt sich für notleidende Kinder in Deutschland ein.

Wirtschaftsförderer Dennis Sander im Gespräch mit dem Pilger.

„Er ist ein sympathischer Mensch“, sagte der Verwaltungschef. „Und er hat sehr muskulöse Füße“, berichtete eine Dreyerin. „Der hat uns so angestrahlt, als er auf uns zulief. Und er ist herrlich locker und gab allen die Hand.“

Aldo Berti ist unterwegs, weil er einen Weltrekord im Barfußlaufen aufstellen möchte. Dazu will er in 86 Tagen 2100 Kilometer auf dem deutschen und dem schweizer Jakobsweg zurücklegen. Er plant, sein Ziel, das Kloster Einsiedeln, am 20. August zu erreichen. Der 53-Jährige will dabei die Leistung des bisherigen Rekordhalters, der eine Distanz mit 2080 Kilometern in 104 Tagen absolviert hatte, übertreffen. Seit seinem Start am 28. Mai in Saßnitz auf Rügen hat Berti bereits 600 Kilometer abgerissen.

Schuhe benötigt Berti nicht. Wunden klebe er mit Sekundenkleber zu, sagt er.

Ob er schon eine dicke Hornhaut hat? Nein, sagt er und zeigt seine Füße. „Sie rubbelt ab. Dafür hat sich meine Lederhaut verdichtet“.

Er sei er auf den befestigten Wegen ganz gut zurechtgekommen. Bis auf das Schotterstück seien die Pilgerwege in einem „sehr guten Zustand“. Klagt er über Müll am Straßenrand? „Nein“, sagt der der gelernte Psychotherapeut, Schauspieler und Opernsänger, der in der Regel 25 Kilometer pro Tag zurücklegt. „Die Wege sind überraschend sauber.“ Lediglich am Werdersee in Bremen sah er Party-Hinterlassenschaften.

Die Gästeführer zeigen dem Pilger die idyllischen Seiten der Wesergemeinde.

Auf seinem Weg durch die Wesergemeinde begleiten ihn die Gästeführerinnen zur gesponserten Unterkunft, laden ihn zum Essen ein, und das Theater bittet ihn, eine Vorstellung zu besuchen.

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