Gemeinde und Naturschutzbund beginnen morgen mit erster Anpflanzung

„Größtes Aufforstungsprojekt seit zwei Jahrzehnten“

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Steffen Nadrowski (links) und Ulf Panten zeigen auf die Karte, die das künftige Waldband darstellen soll. Insgesamt entstehen mit den Aufforstungsaktionen 70 Hektar zusammenhängender Wald.

Weyhe - Von Sigi Schritt. In Melchiorshausen startet morgen laut Bürgermeister Andreas Bovenschulte das größte Aufforstungsprojekt der Gemeinde seit zwei Jahrzehnten.

Die Wesergemeinde hat im Landkreis den geringsten Waldanteil. Deshalb ist das Projekt für den Verwaltungschef sehr wichtig. Wie berichtet, sollen zwischen dem seit vielen Jahrzehnten bestehenden Waldkater-Areal und den Flächen am Böttchersmoor in den kommenden Jahren insgesamt elf Hektar mit Bäumen bepflanzt werden.

Früher gab es an jedem Hof Obstbäume

Dieses Band verbindet die beiden vorhandenen Areale, sodass unterm Strich 70 Hektar zusammenhängender Wald entsteht, der für die Allgemeinheit zugänglich sein soll. Die nötigen eigentumsrechtlichen Voraussetzungen will die Verwaltung in den nächsten Monaten durch Landtausch weiter fortsetzen, berichtete der zuständige Fachbereichsleiter Steffen Nadrowski.

Der freie Blick über die Felder wird in den nächsten Jahren an dieser Stelle nicht mehr möglich sein.

Jede große Reise beginnt bekanntlich mit dem ersten Schritt: Westlich der Gemeindestraße Böttcherei – in Höhe der Hausnummern 212 und 214 – setzen Vertreter des Naturschutzbundes und der Verwaltung 47 Obstbäume in die Erde. „Wir setzen auf alte Apfelsorten wie Cox Orange, Ingrid Marie und auch auf Zwetschgen-Bäume“, sagt der Umweltbeauftragte Ulf Panten. Früher gab es um jeden Hof der Wesergemeinde eine Obstbaum-Fläche, berichtet Nadrowski. „Mittelweile sind aber solche Zonen Mangelhabitate.“ Es gibt in der Leester Marsch noch eine größere Wiese, auf der sich 50 Obstbäume befinden.

Während des Baumwachstums nutzt ein Schäfer die Flächen

Grundsätzlich will die Gemeinde es den Bürgern ermöglichen, auf ihren Flächen Obst zu pflücken, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Was aber nicht passieren soll, ist laut Panten, dass Interessenten mit Autos und Hängern vorfahren, um Äpfel zu pflücken und kommerziell zu verwerten.

Der Wald wächst.

Da es auch auf Schulhöfen und an anderen Stellen in Weyhe Obstbäume gibt, die nicht abgeerntet werden, könnte eine „Apfelapp“ laut Nadrowski Angebot und Nachfrage zusammenbringen. Doch das ist Zukunftsmusik. Da die Obstbäume, die jetzt in die Erde gesetzt werden, in den nächsten Jahre noch keine nennenswerte Anzahl an Früchte bringen, hat die Gemeinde diese Fläche und auch den angrenzenden Grünstreifen vorerst an einen Schäfer verpachtet.

Die nächste Pflanzaktion ist für Herbst vorgesehen. Dann sollen auch Schulklassen und andere Gruppen daran teilnehmen.

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