Das Goldpaar Schütz ist in Lahausen schnell heimisch geworden

Von Dortmund nach Weyhe

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Offen für Veränderungen: das Ehepaar Schütz.

Lahausen - Wer so aufgeschlossen ist wie Renate und Dieter Schütz, die heute ihre goldene Hochzeit feiern, bekommt schnell Kontakt. Das Paar wohnt erst seit zwei Jahren „Am Meyerkamp“. Die Dortmunder fühlen sich in Lahausen aber schon wie Alteingesessene.

Als Renate 14 Jahre alt war und ihre Ausbildung zur Drogistin begonnen hatte, durfte sie zum ersten Mal zum Tanzen. Dort lernte sie ihren heutigen Mann kennen. Zu Beginn war es eine lockere Freundschaft. Als Dieter 1962 zum Bund musste, ruhte der Kontakt erst einmal. Nach der Wehrzeit wurde Renate auf einen Karmann Ghia aufmerksam und im Fahrer erkannte sie Dieter Schütz wieder. Sie verliebten sich. Da beide sich nach einer eigenen gemeinsamen Wohnung sehnten, diese damals aber nur verheirateten Paaren zustand, entschlossen sie sich zur Hochzeit.

Dieter Schütz arbeitete in einer Firma als Industriemechaniker und blieb dort 45 Jahre bis zu seiner Altersteilzeit. Renate Schütz ging auch dann noch ihrem Beruf als Drogistin weiter nach, als das erste Kind geboren wurde. „Ich habe das Baby gefüttert und dann in den Kinderwagen gelegt. Dann schlief es und ich konnte arbeiten“, erzählt sie. Am Nachmittag sprangen die Großeltern oder der Papa ein. Es änderte sich auch nichts, als in die Familie ein weiterer Junge und ein Mädchen geboren wurden.

Später eröffnete Renate ein Brautmodengeschäft. „Eine schöne Zeit“, erinnert sie sich. Wir haben viel gearbeitet, aber auch tolle Sachen machen können.“ Unter anderem waren sie 18 Mal in Paris, um die neueste Mode zu ordern. Abstecher an die Cote d‘Azur gehörten dazu. „Auf jeden Fall musste man als Inhaber eines solchen Ladens einmal jährlich in südlichen Gefilden einkaufen.“

Dann wollten beide noch einmal etwas Neues anfangen. Weil der jüngste Sohn in Bremen lebt und Renate und Dieter Schütz bei Besuchen die Gegend kennen und lieben gelernt hatten, verlegten sie ihren Wohnort in den Norden.

In dem Projekt „Leben über 50“ fanden sie die ideale Wohnung. Da alle neu eingezogen waren, entstanden schnell gute Kontakte. „Wir haben so nette und liebe Nachbarn, wir sind hier einfach glücklich“, erzählen die flotten Senioren.

Auch fühlen sie sich im Segelclub an der Lesum pudelwohl. Sie freuen sich immer, wenn Besuch aus Dortmund kommt und sie ihre neue Heimat präsentieren können. „In Weyhe fehlt es an nichts. Wir haben Ärzte, Theater, Veranstaltungen, Sportmöglichkeiten, die Natur vor der Haustür und sind in 20 Minuten in Bremen. Was will man mehr?“, sagt Dieter Schütz.

ro

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