Ehemalige Gnadenhof-Helfer bleiben aktiv

Tierschützer wollen Verein gründen

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Petra Kelsey, Claudia Jahnke, Dr. Ottomar Bederke, Christine Bärenklau, Nataly Kiontke, Torsten Flor, Ilka Müller, (v.l.) und Luisa Bärenklau mit Hund Paul (vorne) bilden die Interessengemeinschaft, die gerne einen Tierschutzverein gründen möchte.

Weyhe/Stuhr - Mops Paul und Mila, dem kleinen Pekinesenmischling, geht es sichtbar gut. Am Informationsabend zur geplanten Gründung eines Tierschutzvereins durften sie auf den Armen ihrer Frauchen im Vereinsheim des FTSV Jahn Brinkum als tierische Stimmungsmacher dabei sein.

Wie mehrfach berichtet, sind die vier Ponys des ehemaligen Gnadenhofs Göcke in Erichshof abgeholt worden, eins davon wurde wegen einer Erkrankung eingeschläfert. Anlass für diese amtlich genehmigte Aktion war die Tatsache, dass die Stiftung Gut Aiderbichl das Erbe von Ingrid Göcke ausgeschlagen hatte. Eine Nachlassverwalterin übernahm das Ruder und handelte, weil weitere Erben fehlten.

Helferteam wächst ständig

Dr. Ottomar Bederke war nicht nur der Lebenspartner der verstorbenen Ingrid Göcke, sondern auch Tierarzt. Mehr als vier Monate übernahm er einen Großteil der laufenden Kosten bis sich die Nachlasspflegerin veranlasst sah, alle Tiere abzuholen. Wie eine Art Überfall habe er die Bestandsaufnahme seitens der Behörde angesehen. Eine Schilderung, die den ehrenamtlichen Helferinnen Christine Bärenklau, Nataly Kiontke und Ilka Müller die Tränen in die Augen treibt. Die Ponys Paulinchen, Balu, Pantho und Maho sind nun auf einem anderen Hof untergebracht, Schafsbock Moritz ist Eigentum von Ottomar Bederke und darf wie sein Besitzer und drei Katzen den Rest seines Lebens in Erichshof verbringen.

Mittlerweile hat das ständig wachsende Helferteam den Plan eines gemeinnützigen Vereins entwickelt. Der solle keine Konkurrenz zum örtlichen Tierheim sein, sondern vielmehr als artgerechte Unterbringung großer Tiere dienen, die wie die Ponys auf dem Hof Göcke aus schlimmen Verhältnissen kamen.

Sponsoring und Tierpatenschafen im Gespräch

„Wir haben genügend Land zur Verfügung“, betont Ottomar Bederke ausdrücklich das Angebot noch weitere Flächen zu bekommen. Auch an den Kosten für Heu und Einstreu werde es nicht scheitern. Hinsichtlich der Finanzierung hat sich die interessierte Gruppe bereits konkrete Gedanken gemacht. Gerne würde der künftige Verein in verschiedenen Richtungen kooperieren und Sponsoren suchen. „Patenschaften für die geschundenen Tiere könnten übernommen werden“, so lautet eine von vielen Ideen. Die gilt es nun zu sortieren und in ein festes Format zu packen. Es bleibt zu hoffen, dass die bisherigen Organisatoren Christine Bärenklau und die engagierte Nataly Kiontke den roten Faden in der Hand behalten und nicht nur Schafsbock Moritz ein angenehmes Zuhause verschaffen können. „Tierschutz hört nicht beim Hund auf“, ist für das Team die Ansage, auch Schaf, Ziege, Pferde oder einem Lama oder Alpaka einen schönen Alterssitz zu verschaffen und die Vierbeiner dadurch vor dem Schlachter zu retten.

In absehbarer Zeit soll ein neuer Termin zur endgültigen Vereinsgründung mit Satzung bekannt gegeben werden.

ak

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