Umsonstladen nimmt wegen der Corona-Krise derzeit keine Sach- und Kleiderspenden an

Gleichstellungsbeauftragte bittet um Geduld

Beim Louise-Ebert-Zentrum in Kirchweyhe verwehrt weiter eine Kette den Zugang zum Gelände. Foto: Sigi Schritt

Kirchweyhe – Eine Kette und Schilder signalisieren bereits aus weiter Ferne: Der Umsonstladen in Kirchweyhe ist geschlossen. Wegen der Corona-Pandemie bleibt er es noch eine ganze Weile. Das teilt die Gleichstellungsbeauftragte Christina Scheele in einer Pressemitteilung mit.

Normalerweise ist dieses Haus in der Nähe des Bahnhofs Kirchweyhe ein beliebter Umschlagplatz für gut erhaltene gebrauchte Sachen, die zahlreiche Bürger in ihren eigenen vier Wänden beim Ausmisten finden und in gute Hände geben wollen. Aber in der Corona-Krise müssen sich die Weyher noch gedulden, ihre Sachen dort abzugeben. Die Gemeinde hat zahlreiche Anfragen hinsichtlich des Umsonstladens registriert.

„Grundsätzlich freut sich das Team natürlich darüber, dass so viele die Einrichtung unterstützen möchten. Doch die Aktiven bitten um Geduld, denn es ist noch nicht klar, wann wieder Spenden angenommen werden können“, so die Koordinatorin der Angebote im Louise-Ebert-Zentrum, Christina Scheele. Dass dies noch nicht zeitnah der Fall sein wird ist jedoch abzusehen, heißt es ,in einer Pressemitteilung. Auch wenn sich in den nächsten Wochen öffentliche Einrichtungen langsam wieder für den Publikumsverkehr öffnen sollten. Hintergrund ist der Altersdurchschnitt des ehrenamtlichen Teams. „Die meisten Aktiven gelten als Angehörige der Risikogruppe – ihr Schutz hat natürlich Vorrang vor der Wiederaufnahme eines wöchentlichen Öffnungstags mit den stets zahlreichen Nutzerinnen und Nutzern“, betont Scheele. Somit entfällt die Weitergabe der Spenden. Da jedoch die Lagerkapazitäten im Louise-Ebert-Zentrum sehr begrenzt sind, muss auch die Annahme von Spenden weiter ausgesetzt werden.

„Unsere große Bitte ist, dass auch keine Gegenstände vor oder auf dem Grundstück abgestellt werden. Sie können nicht verräumt werden und werden draußen durch Wind und Wetter sowie neugierige Tiere oft innerhalb weniger Stunden unbrauchbar und müssen dann entsorgt werden. Damit ist niemandem geholfen“.

Sobald das Team seine Tätigkeit wieder aufnimmt, will die Gemeinde dies mitteilen. Bis dahin hoffen die Ehrenamtlichen auf Verständnis und bitten, Spenden nach Möglichkeit zunächst aufzubewahren.  sie/ps

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