Gleich drei Praxen buhlen im Ortskern um die Gunst verspannter Kunden

Leeste als Mekka für fernöstliche Massagen

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Yanti Schindler

Leeste - Von Vanessa Siemer. Bei nasskaltem, herbstlichem Schmuddelwetter ist niemand gerne draußen. Ein heißer Tee auf dem Sofa, Saunagänge oder entspannende Massagen kommen da wie gerufen. Im Leester Ortskern gibt es gleich drei Möglichkeiten, sich auf fernöstliche Art durchkneten zu lassen, nämlich an der Alten Post- und an der Leester Straße.

La-Ong Kaboth

„Dass so nah aneinander mehrere Massagepraxen eröffnet haben, ist Zufall. Auf einem Straßenzug ist es natürlich ganz schön viel“, erklärt Jörn Steding von der „Leester Massagepraxis“. La-Ong Kaboth hat sie im Mai eröffnet. Sie kommt gebürtig aus Thailand. Neben der traditionellen Thaimassage bietet sie weitere Möglichkeiten wie Tuina-, Aromaöl- und Fußreflexzonenmassage an. Die Tuinamassage besteht hauptsächlich aus Schiebe-, Dehn- und Reibetechniken sowie aus Druckbehandlungen. Bei der Aromaölmassage werden zusätzlich ätherische Öle verwendet, und die Fußreflexzonenmassage zielt auf die verschiedenen Zonen im Fuß ab, die alle Körperteile und Organe widerspiegeln. Die 46-Jährige lebt seit 2001 in Deutschland. 2013 ging sie jedoch für ein halbes Jahr zurück nach Thailand und lernte ihr Handwerk im Wat-Pho-Tempel in Bangkok. Der Tempel ist für die Ausbildung in traditioneller Thai-Massage bekannt, sagt sie.

Eine weitere Praxis für thailändische Massage betreibt Danita Krause, 48, zusammen mit ihrem Mann Jürgen, 68. Seit August 2014 gibt es „Danita – Thaimassage“. „Meine Frau ist allein für die Massagen zuständig, ich kümmere mich um die Verwaltung“, sagt Jürgen Krause.

Danita Krause

Danita Krause kommt ebenfalls aus Thailand, sie lebt seit fünf Jahren in Deutschland. Nachdem sie drei Jahre in Bremen als Masseurin arbeitete, machte sie sich zusammen mit ihrem Mann selbstständig. Mit ihren Massagen löst sie Verspannungen und kann auch Schmerzen lindern, denn oft seien Verspannungen die Ursachen von Kopfschmerzen. Wenn der Kunde solche Beschwerden habe, konzentriere sie sich verstärkt auf die Massage von Schultern und Nacken, sagt die 48-Jährige. Bei der thailändischen Massage gehe es hauptsächlich um Biege- und Drucktechniken. Sie setzt ebenfalls Aromaöle sowie Kräuterstempel ein. „Die meisten Kunden wünschen eine Ganzkörpermassage. Natürlich kann man aber Dauer und Bereich selber wählen“, erklärt Jürgen Krause.

Yanti Schindlers Praxis „Bali Shanti“ unterscheidet sich ein wenig von den anderen beiden: Die 44-Jährige stammt aus Indonesien und bietet daher indonesische Massagen an. Das Talent dafür habe sie von ihrer Großmutter geerbt. „Meine Oma hat mich oft massiert. Wenn ich Schmerzen hatte, konnte sie sie lindern. Als Masseurin löse ich die Verspannungen und sorge für eine stärkere Durchblutung, damit der Kunde sich wieder entspannt. Wenn es eine medizinische Ursache für die Beschwerden gebe, solle man aber zum Physiotherapeuten gehen. „Das ist der Unterschied zwischen meinen und deutschen Behandlungen.“

Zudem können sich die Kunden bei Yanti Schindler auch für eine hawaiianische oder chinesische Technik entscheiden. Je nach Art verändert sie die Atmosphäre in ihren drei Behandlungsräumen. Sie zündet Duftkerzen an und spielt typische Musik. „Ich möchte, dass sich die Menschen entspannen. Bei mir können sie ihrem Alltag und dem Stress entfliehen. Mit den besonderen Gerüchen und der Musik habe ich unter anderem die Möglichkeit, ihnen einen Teil meiner Heimat Indonesien zu vermitteln.“ Als Besonderheit bietet sie Massagen für Rücken und Becken bei Schwangeren an. Wichtig sei jedoch dabei, dass die Schwangerschaft ohne Komplikationen verlaufe.

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