Ferienpass-Aktion begeistert

Einführung in die Kunst des Bogenschießens beim SV Dreye

Noah ist einer der jungen Schützen, die sich für den Bogensport interessieren.

Weyhe - Von Rainer Jysch. Erst seit August vergangenen Jahres haben sich begeisterte Schützen beim SV Dreye mit einer eigenen Bogensparte formiert. Am Sonnabend ließen sich zehn Kinder und Jugendliche, neun Jungen und ein Mädchen, im Rahmen der Weyher Ferienkiste das Bogenschießen zeigen.

Die zehn- bis 14-jährigen Teilnehmer konnten natürlich auch selbst ihr Talent ausprobieren, die Zielscheibe à la Robin Hood möglichst in der Mitte zu treffen. Geschicklichkeit, Konzentration, Ausdauer und technisches Verständnis sind die Voraussetzungen, so die Ankündigung im Programmheft der Ferienkiste.

„Ein Bogen ist keine Waffe“, legt Trainer Andreas Thran Wert auf die Feststellung, dass es sich um ein reines Sportgerät handelt. Der 47-Jährige leitet zusammen mit seiner Frau Tanja und weiteren drei Trainern die Besuchergruppe an. Er ist Trainer des Deutschen Olympischen Sportbundes für Bogenschießen, genauso wie seine Frau und ein weiterer Übungsleiter. „Rednocks“ nennt sich die Bogensparte des SV Dreye nach der roten „Nocke“, einer Einkerbung am Pfeilende, die den Kontakt zur Bogensehne sicherstellt.

Zehn Bogenschützen üben sich im Umgang mit Pfeil und Bogen beim SV Dreye. Fünf Betreuer der Sparte leiten die Kinder und Jugendlichen an und geben ihnen Tipps. 

Der Morgen begann für die jungen Teilnehmer zunächst mit einer Sicherheitsbelehrung. „Dass man den Pfeil nicht auf Menschen und Tiere richtet, wie man den Bogen hält, die Pfeile korrekt ‘einnockt’ und die Sehne richtig spannt“, berichtet Teilnehmer Jenno Behrmann (14) aus Sudweyhe von der anfänglichen Unterweisung durch die Trainer. Fünf Zielscheiben waren auf dem Sportplatz hinter der Turnhalle des SV Dreye aufgestellt worden. Zunächst wurden die Scheiben in fünf Meter Entfernung platziert und später auf acht und 25 Meter verschoben. „Nach dem Mittagessen wollen wir noch auf kleine Luftballons schießen. Das macht den Kindern immer Spaß, wenn es knallt“, weiß Andreas Thran aus Erfahrung.

Jenno gilt als talentierter Anfänger. Im Programmheft der Ferienkiste war er auf das Angebot gestoßen. Es ist das erste Mal, dass er mit Pfeil und Bogen schießt. „Die Schwierigkeit besteht darin, bei diesen nahen Zielen, immer etwas unterhalb der eigentlichen Mitte der Scheibe zu zielen“, erklärt er. „Und man darf trotz des Kraftaufwandes nicht zittern.“

„Acht Kilo sind beim Spannen eines Bogens zu bewältigen“, ergänzt Trainer Thran. Je nach Konstellation des Schützen gibt es Bogen mit unterschiedlich starken Wurfarmen, das sind die biegsamen Enden des Bogens.

„Es gibt auch noch etwas anderes als Fußball“

„Wir wollen zeigen, dass es noch etwas anderes gibt, als Fußball zu spielen“, sagt Thran, der sich schon viele Jahre mit dem Bogensport beschäftigt. „Es gibt ja auch Leute, die nicht so schnell laufen oder so hoch springen können, dafür aber andere Talente haben,“ wirbt er für seinen Sport.

„Körperliche Fitness, Konzentration und ein bisschen Kraft muss man haben“, erklärt er und weist darauf hin, dass das Bogenschießen auch als Ausgleichssport für Menschen, die im Büro sitzen gut geeignet ist. „Man schießt aus der Rückenmuskulatur heraus. Und: Das ist etwas, das man bis ins hohe Alter ausüben kann. Wir sind der erste Verein im Schützenkreis Niedersachsen-Weyhe, der den Sport anbietet.“ Interessierte können sich an die Bogenschützen wenden: Tanja.Thran@sv-dreye-bogensport.de oder per Telefon unter 0151/15 33 37 21.

„Wir müssen immer lachen, wenn wir das Bogenschießen im Film ‘Robin Hood’ mit Kevin Costner in der Hauptrolle sehen“, amüsieren sich Tanja und Andreas Thran über den Hollywood-Streifen. Als versierte Bogenschützen haben sie schnell erkannt: „So hätten die nie etwas getroffen.“

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