In der Gewalt eines Psychopathen

Theater Pur spielt Sebastian Fitzeks „Seelenbrecher“ in Kirchweyhe

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Blutige Szenen auf der Bühne der KGS in Kirchweyhe.

2008 erschien der Thriller „Seelenbrecher“, den der spätere „Thriller-König“ Sebastian Fitzek geschrieben hatte. Es war der vierte Krimi des 1971 in Berlin geborenen Autors. 2013 wurde die Theaterversion in Berlin uraufgeführt, und am 9. November hebt sich in der KGS Kirchweyhe zum ersten Mal der Vorhang für eine Aufführung des Theaters Pur. Dieses 2002 gegründete Weyher Amateurtheater brachte 2005 mit „Tod im Rampenlicht“ den ersten abendfüllenden Krimi auf die Bühne. Weitere Stücke wie „Arsen und Spitzenhäubchen“ oder „Aurelia“ folgten und sorgten für ausverkaufte Vorstellungen und hervorragende Kritiken.

Weyhe - In diesem Jahr also „Seelenbrecher“. Dass das Stück für diese Spielzeit gewählt wurde, hat gleich mehrere Gründe: Sebastian Fitzek und sein Theaterverlag stellten dem Theater Pur nicht nur das Drehbuch zur Verfügung, den Weyher Schauspielern schickte er sogar eine persönliche Botschaft zum Gelingen der Aufführung. „Er hat ein Herz für Amateurtheater“, freute sich Margret Hermes vom Theater Pur. Das sei längst nicht bei allen Theaterverlagen der Fall.

Hinzu kommt, dass Britta Niemeyer ein Fitzek-Fan ist und auch schon Fitzek-Lesungen besucht hat. Sie steht jetzt in der dritten Spielzeit für Theater Pur auf der Bühne und freut sich natürlich ganz besonders auf diese Aufgabe. Wie Spielleiterin Sonja Kattner berichtete, bot sich der „Seelenbrecher“ auch deshalb an, weil alle Positionen optimal besetzt werden konnten.

Natürlich ist das gesamte Ensemble gespannt auf die neue Spielzeit, in der Nils Drewes als Dr. Jonathan Bruck und Jan Jaap als Rettungssanitäter zum ersten Mal auf der Bühne stehen.

In dem Stück geht es um drei Frauen, die kurz vor Weihnachten spurlos verschwinden und nach einer Woche in der Gewalt eines Psychopathen, den die Presse als „Seelenbrecher“ bezeichnet, körperlich unversehrt, aber vollkommen apathisch, psychisch gebrochen und wie im eigenen Körper begraben wieder auftauchen.

Direkt vor der „Teufelsmoor-Klinik“, einer psychiatrischen Luxus-Einrichtung in Bremen wird außerdem ein total verwirrter Mann aufgefunden, der ohne Papiere ist und jegliche Erinnerung an seine Identität verloren hat. Bei Caspar, wie dieser Mann genannt wird, tauchen bruchstückhaft Fetzen der Erinnerung an ein schreckliches Ereignis in der Vergangenheit wieder auf. Nachdem weitere Patienten nach einem Massenunfall in die Klinik eingeliefert werden, scheint der „Seelenbrecher“ seine Taten in der Klinik fortzusetzen. Ein Notfallprogramm wird gestartet, und als kurz darauf ein Mord geschieht, liegen die Nerven blank.

Natürlich kennen die Leser des Romans die Auflösung dieses Falles. Aber sie ist so überraschend, dass sie ebenso mitfiebern können, wie alle Besucher, die mit diesem abscheulichen Verbrechen noch nicht vertraut sind.

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