Gerüst an der Treppe zum Mittelbahnsteig soll bis Jahresende verschwinden

Lösung mit einer Verspätung von sechs Monaten

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Laut Bahn kann das Gerüst, das zum Mittelbahnsteig führt, bis zum Jahresende abgebaut werden.

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Der Kirchweyher Bahnhofstunnel war 2013 gerade freigegeben, da trat bereits ein Problem auf, das bis heute nicht behoben ist: Bei starkem Regen bilden sich an der Treppe zum Mittelbahnsteig riesige Pfützen. Frost drohte die Wasserfläche sogar zu gefrieren. Die Bahn beauftragte die Firma Albert Fischer, die im Oktober 2014 ein Gerüst als Laufsteg installierte.

Das Unternehmen wies darauf hin, dass der Bodenbelag nicht unbedingt für Schuhe mit Absätzen geeignet ist. Die Reisenden und Pendler kommen seither trockenen Fußes zum Zug – immerhin. Seit fast zwölf Monaten wirkt das Gerüst am Fuß des sogenannten Bahnsteigauges wie ein Fremdkörper, und nach allgemeiner Auffassung bezeichnen die Reisenden den Bahnhof daher immer noch als Baustelle und wünschen eine Fertigstellung. Raucher schnippen am Gerüst oft ihre Zigarettenstummel weg. Politik und Gemeinde beschwerten sich immer wieder darüber. Anfang März versprach die Bahn, dass die Arbeiten bis Anfang Juni abgeschlossen sind. Doch nichts passierte bisher.

Die Rinne, in die Wasser abgeleitet und verdunsten soll, wirkt verrostet. Flugrost hat sich auch am Rahmen gebildet.

Rückblick: Bereits Ende 2013 hatte die Bahn erstmals davon gesprochen, die Treppenanlage mit einem separatem Dach zu versehen. Die dazugehörigen Wände sollten aus Glas sein. Obwohl das Bahnsteigdach die Stufen an dieser Stelle miteinbezieht, hatten die Planer nicht die Tücken des norddeutschen Wetters bedacht: Wind, Böen und Sturm drücken regelmäßig das Regenwasser in den Tunnel. Ein Hebewerk, das jenes Wasser an die Oberfläche pumpt und ableitet, war nie vorgesehen. Beobachter aus der Politik hofften, dass im Zuge des späteren Fahrstuhlbaus eine solche Anlage eingebaut wird. Doch Fehlanzeige. Es blieb bei einer Rinne, in die das Wasser fließen und dort auch verdunsten soll. Doch die ist immer wieder schnell verstopft, obwohl die Bahn den Tunnel nach eigenen Angaben regelmäßig reinigen lässt. Fahrgäste beschweren sich indes, dass auch die Abdeckung der Verdunstungsrinne sowie die dazugehörige Umrandung im vorderen Teil des Tunnels verrostet sind. Das ist ein Sanierungsfall. Baudirektor Steffen Nadrowski von der Gemeindeverwaltung will prüfen, inwieweit das Bauunternehmen die Mängelbeseitigung übernehmen kann. Denn ein kleiner Teil des Tunnels mit einem Aufgang auf der Leester Seite liebt im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde.

Ein Bahnsprecher versicherte auf Anfrage, dass die Arbeiten am Auf- und Abgang des Mittelbahnsteigs in Kürze beginnen. Sie sollen bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Die Bahn nahm außerdem die Presseanfrage zum Anlass, den Müll links und rechts des Gerüstes samt der vielen Zigarettenstummel beseitigen zu lassen: „Der Auftrag ist erteilt“, hieß es.

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