Generationenwechsel im Gasthaus

Heiner und Astrid Sprickerhoff übernehmen den „Waldkater“

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Das Gasthaus „Zum Waldkater“ an der Bundesstraße 6 in Melchiorshausen bleibt nach wie vor in Familienhand. Heiner und Astrid Sprickerhoff führen den Betrieb weiter. Besucher können im „Waldkater“ im Saal feiern oder es sich in der Gaststube gemütlich machen.

Melchiorshausen - Von Katharina Schmidt. Das Gasthaus „Zum Waldkater“ an der Bundesstraße 6 ist seit etlichen Jahren in Familienbesitz – und wird es auch künftig bleiben. Heiner Sprickerhoff, Sohn der bisherigen Inhaber Heinrich und Helma Sprickerhoff, übernimmt zum 1. Januar 2018 gemeinsam mit seiner Frau Astrid offiziell den Betrieb.

Nach und nach möchten die beiden das Gasthaus renovieren. Zunächst wollen sie den großen Saal in Angriff nehmen. Er soll moderner werden, aber nach wie vor zum Stil des Gebäudes passen. Angedacht sind unter anderem neue Böden und eine andere Lichttechnik.

Wer den Saal bereits gebucht hat, muss sich keine Sorgen machen: Die neuen Betreiber haben die anstehenden Arbeiten mit ihrem Veranstaltungskalender abgestimmt. Die ersten Schritte der Saalrenovierung beginnen voraussichtlich im Februar, aber nicht alles soll auf einmal geschehen. Der laufende Betrieb soll nicht gestört werden.

Das Angebot im „Waldkater“ besteht fort. Auch das komplette Personal bleibt. Derzeit arbeiten elf Personen in dem Gasthaus, das Inhaberehepaar mit eingerechnet. Der 46-jährige Heiner Sprickerhoff ist auf dem Papier offizieller Besitzer des Betriebs, wird im „Waldkater“ aber nur im Nebenerwerb tätig sein. Seine Frau Astrid, 45 Jahre alt, wird sich der Gaststätte Vollzeit widmen. Die beiden sind auf der Suche nach weiteren Mitarbeitern, die sie unterstützen – sei es für den Service oder für die Küche.

Ausschank in der Gaststube

Das „Waldkater“-Team bietet neben dem Saalbetrieb den Ausschank in der Gaststube an. Dort will Helma Sprickerhoff auch nach ihrem offiziellen Ruhestand mit 77 Jahren weiter mit anpacken. Ein bisschen mehr Ruhe sei ganz gut, meint sie. „Aber ein bisschen was um die Ohren zu haben, ist auch schön.“ Die Wirtin will sich erst nach und nach von ihrem liebgewonnenen Platz hinter der Theke zurückziehen. „Irgendetwas erlebt man immer“, sagt sie und schwelgt in Erinnerungen.

Das Gasthaus „Zum Waldkater“ ist eine der letzten großen Gaststätten in der näheren Umgebung. Dreizehn Kegelbrüder hatten der Gaststätte am 8. August 1886 ihren Namen gegeben. Die entsprechende Urkunde hat noch heute ihren Platz im Gasthaus. Aber auch schon vorher existierte der Betrieb, damals allerdings unter einer anderen Bezeichnung.

In all der Zeit hat sich viel verändert. Wirte verwalten keine Lohnboxen mehr, Arbeiter halten nicht mehr so wie früher mal eben auf einen Schnaps bei einer Gastwirtschaft an. Auch in der jüngeren Vergangenheit haben Heiner und Astrid Sprickerhoff Veränderungen festgestellt. „Die Feiern werden kleiner“, sagt Astrid Sprickerhoff. Ihr Mann bestätigt: „Früher gab es selten Hochzeiten unter 100 Personen.“

Jetzt richten die neuen Inhaber den Blick allerdings in erster Linie nach vorne. Neben den Renovierungsarbeiten planen sie eine Internetseite, auf der sie ihr Gasthaus vorstellen wollen. Sie soll irgendwann im Laufe des kommenden Jahres online gehen. Eine entsprechende Domain haben sie schon reserviert.

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