Gemeinde will Strategie der dezentralen Flüchtlingsunterbringung beibehalten

„Wir haben Plan A, Plan B und Plan C in der Tasche“

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Für den Fall der Fälle prüft die Verwaltung, ob und wie in der Mehrzweckhalle Flüchtlinge einquartiert werden könnten. Der Bürgermeister glaubt, dass dieser Plan C nicht umgesetzt wird, sondern lediglich eine Überlegung für den Notfall darstellt. Archivfoto: Schritt

Weyhe - Von Sigi Schritt. Zum Thema Flüchtlingsunterbringung hat sich Andreas Bovenschulte erneut geäußert. „Wir haben Plan A, Plan B und Plan C in der Tasche“, verkündete der Bürgermeister gestern, wobei die Strategie der dezentralen Unterbringung das Ziel sei.

Deshalb sucht die Gemeinde weiterhin größere und kleinere Immobilien, die sie anmieten oder erwerben kann. „Wobei die Anmietung Priorität genießt“, so Bovenschulte. Derzeit werden acht bis 15 Flüchtlinge an einem Standort beherbergt, die unter einer Adresse zu finden sind. Doch wenn das nicht aufgehe, müssten mehr Flüchtlinge auf einem Grundstück wohnen. Das wäre Plan B. Bovenschulte nennt Zahlen: Zwischen 30 und 50. Die Gemeinde verfüge bereits über solche Immobilien, in denen das möglich sei, sagt Bovenschulte.

„Gemeinsam kriegen wir das hin“, gibt sich der Rathauschef gelassen. Sein Motto klingt wie die Linie der Kanzlerin Angela Merkel, die die Parole „Wir schaffen das“ herausgegeben hat. Andreas Bovenschulte ist sich für sicher, dass die Flüchtlinge in der Wesergemeinde eine angemessene Unterkunft bekommen. Und auch Plan C widerspricht dem nicht. Den habe die Verwaltung auch, so Bovenschulte: Für den Fall der Fälle prüfen die Rathausmitarbeiter, die Halle auf der Zentralen Sportanlage als mögliche Notunterkunft herzurichten. Der Verwaltungschef glaubt jedoch nicht, dass diese Plan-C-Überlegungen in absehbarer Zeit Realität werden. Doch es schade nicht, beispielsweise über eine dortige Essensversorgung und abgetrennte Schlafplätze nachzudenken. Anfang der 1990er-Jahre hatten bereits Flüchtlinge Quartier in der ZSA-Halle bezogen, erinnert sich der ehemalige Ordnungsamtsleiter Herbert Bischoff. „Das Gebäude hat sich damals bewährt.“

„Wir müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein“, erklärte Bovenschulte. Und das sei die Verwaltung auch, machte er deutlich. Schließlich ginge es primär darum, „Obdachlosigkeit von Flüchtlingen“ zu verhindern. Bei diesem Thema habe die Verwaltung auch die Rückendeckung der Fraktionen SPD, CDU, Grünen und der FDP.

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