Gemeinde will Stamm um zehn auf insgesamt 30 aufstocken

Neue Tagespflegepersonen gesucht

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20 Tagesmütter gibt es in Weyhe. Eine davon: Andrea Günther aus Erichshof.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Ihren Stamm von 20 Tagespflegekräften will die Gemeinde um zehn Pflegepersonen aufstocken. Die Verwaltung sucht daher Frauen und Männer, die Kinder betreuen möchten.

Derzeit verbringen nur 20 Tagesmütter Zeit mit insgesamt 60 Kinder im Alter bis 13 Jahren. Das Problem: Wenn Eltern in den Abendstunden oder am Wochenende beruflich tätig sind, ist es manchmal nicht möglich, dass geeignete Personen auf ihre Kinder aufpassen. Familie Aß ist beispielsweise seit längerer Zeit auf der Suche nach einer Tagespflegekraft für die beiden Kinder (zwei und sieben Jahre). Holger Aß bat die Gemeinde um Hilfe. „Da wir beide im Handel arbeiten, teilweise auch im Schichtdienst, haben wir Probleme, jemanden für den Nachmittag zu finden. Für unsere Söhne benötigen wir zurzeit alle vier Wochen für drei Tage eine flexible Betreuung bis 18 oder sogar 20 Uhr“, sagt Holger Aß. „Leider haben wir keine Familienmitglieder vor Ort, die das übernehmen könntem. Wir bekommen das nur irgendwie hin, weil uns auch unsere Nachbarn helfen“, berichtet der Familienvater. Doch er will die nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft nicht überstrapazieren.

Eine Betreuung bis 17 Uhr bieten die Kitas an, ergänzt Rathausmitarbeiterin Beate Pilath. Alles, was darüber hinaus geht, müssten eben die Tagespflegekräfte abdecken, sagt sie. Wer sich jetzt für diese Tätigkeit entscheidet, muss zunächst einen Kurs bei der Volkshochschule belegen, der 160 Stunden umfasst. Das kann also ein Dreivierteljahr dauern, ehe neue Interessenten Kinder stundenweise begleiten. Im Unterschied zu Kindertageseinrichtungen betreuen Tagesmütter bis zu fünf Sprösslinge zumeist im eigenen Haushalt. Kinder aus unterschiedlichen Familien essen, spielen und lernen zusammen – ganz wie in einer „richtigen“ Familie. Die Mädchen und Jungen erleben Haustiere, sie tuschen, basteln oder backen gemeinsam. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Dienstleistung in Betrieben oder in angemieteten Räumen anzubieten. „Arbeitszeiten können flexibel gestaltet sein“, denn die Pflegekräfte seien an keine institutionellen Öffnungszeiten gebunden, sagt Anke Weidenhöfer aus dem Fachbereich Bildung und Freizeit. Sie betont, dass „niemand einen Kurs absolviert, der nicht geeignet ist.“ Der nächste beginnt im Frühjahr. Die Kosten trägt die Gemeinde. Weitere Infos gibt es im Familienservicebüro unter der Telefonnummer 04203/71278.

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