Schlaglöcher sollen verschwinden

16 Straßen in Weyhe sollen saniert werden

Kirchstraße in Leeste: Auf dieser Straße gibt es einen Abschnitt mit Schlaglöchern, bei anderen sind die Straßenränder kaputtgefahren.
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Kirchstraße in Leeste: Auf dieser Straße gibt es einen Abschnitt mit Schlaglöchern, bei anderen sind die Straßenränder kaputtgefahren.

Die Gemeinde Weyhe hat eine Firma aus Langwedel beauftragt, 16 Straßen zu sanieren. Diese sind verteilt auf das Gemeindegebiet. Es sollen Risse und Schlaglöcher beseitigt werden. Dafür gibt die Gemeinde einen Betrag in Höhe von rund 350 000 Euro aus. Die Arbeiten beginnen im August. 

Weyhe – So manches Schlagloch reiht sich in Weyhe aneinander. Wie Rathaus-Mitarbeiter Dierk Heitmann vom Fachbereich Bau und Liegenschaften ankündigt, sollen ab August insgesamt 16 Straßen in der Wesergemeinde instandgesetzt werden. Kosten im Sinne der noch gültigen Straßenausbausatzung würden für Bürger aber nicht fällig. Bei den anstehenden Arbeiten geht es laut Heitmann um „ein Mittelding zwischen Ausbesserung und Straßenerneuerung“.

Kleine Flickereien gehörten zum Alltagsgeschäft des Baubetriebshofs der Gemeinde, erklärte er. Und beim großen Ausbau, dem anderen Extrem, würden Straßen aufgerissen, um neue zu bauen. „Wir liegen dazwischen“, betont Heitmann.

Ziel: Frost soll keine Schäden mehr verursachen

Ziel der Arbeiten sei es, die Straßenoberfläche großflächig zu sanieren. Der Rathausmitarbeiter erklärt, dass durch die sanierten Straßenbeläge künftig kein Regen mehr in die darunterliegenden Straßenschichten dringen kann. Folglich bleiben sogenannte Frostsprengungen aus. Unterm Strich werde die Nutzungsdauer dieser Straßen verlängert.

Gemeinde beauftragt Firma AS Asphalt aus Langwedel

Die Gemeinde hat die Firma AS Asphalt aus Langwedel mit den Arbeiten beauftragt. Diese hatte zuvor eine Ausschreibung gewonnen. Es geht um eine Oberflächenbehandlung von sieben Kilometern Straße, wenn man alle Abschnitte aneinanderreihen würde.

Firma saniert Wege quer durch das Gemeindegebiet

So sollen in Leeste die Straßen Kirchstraße, Hördener Straße und An der Weide saniert werden. In Dreye sind es die Straßen Am Deich, Zeppelinstraße, Dreyer Straße sowie Gutenberg Straße. In Ahausen wird die Ahauser Straße ausgebessert, in Kirchweyhe die Scharmarsch, im Jeebel der Hildebrandtsweg sowie in Melchiorshausen der Flatterdamm. In Erichshof rollen die Maschinen des Langwedeler Unternehmens über die Erichshofer Straße sowie über die Lange Reihe, in Lahausen sind es der Hahnenfelder Weg sowie der Weg Am Neddernfeld. Ortsteilübergreifend rollt die Kolonne über den Deichverteidigungsweg.

Mit Behinderungen ist zu rechnen, kündigt Heitmann. Die Arbeiten beginnen mit dem Abfräsen der vorhandenen Markierungen und dem Vorfüllen der Risse und Schlaglöcher. Es folgt eine Oberflächenbehandlung.

Asphaltdeckschicht in Kaltbauweise

Und zwei bis drei Wochen später folgt das Finale: eine dünne Asphaltdeckschicht wird aufgetragen. Sie wird laut Heitmann in sogenannter Kaltbauweise erstellt. Dafür werde allerdings eine Vollsperrung erforderlich.

Heitmann erläutert, dass die Löcher zunächst mit einer Bitumen-Emulsion ausgefüllt werden. Damit würden die Risse abgedeckt. Die ganze Straße bekomme deshalb einen neuen Überzug, weil dieser wie ein Dach wirkt.

Wann kann die Straße wieder befahren werden? Wenn bei einem Flicken das Wasser ausgedampft sei, und das sei bereits nach ein paar Minuten der Fall, könne die sanierte Stelle wieder befahren werden. „Der Asphalt, der dort eingebracht wird, ist nicht flüssig, weil er heiß ist, sondern flüssig durch die Emulsion“, erklärt Dierk Heitmann.

Bürger müssen keine Angst haben: Dämpfe ungefährlich

Anwohner müssten auch keine Ängste haben, dass mögliche Dämpfe gesundheitsschädlich seien, betont Heitmann. Die Ausdünstungen seien nämlich nicht krebsgefährdend. Das sei früher anders gewesen, als die Löcher in Weyhe noch mit Teer zugemacht worden seien. Aber diesen Stoff verwende man nicht mehr.

Kosten: 350 000 Euro bei einem Jahresbudget von 800 000 Euro

Die Gemeinde gibt für diese Arbeiten einen Betrag von rund 350 000 Euro aus. Insgesamt hat die Gemeinde für dieses Jahr ein Jahresbudget von 800 000 Euro, um die Straßen instandzusetzen. Wegen Corona hatte die Politik bei den Haushaltsberatungen die Summe um 200 000 Euro abgesenkt.

Bürgermeister Frank Seidel erinnerte daran, dass über einen langen Zeitraum jährlich nur eine Viertelmillion Euro ausgegeben worden sei. Dieser Betrag sei dann zweimal um das Doppelte aufgestockt worden.

Von Sigi Schritt

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