Gemeinde beseitigt Ärgernis aus Sicht der Kirchstraßen-Anwohner

Am Gänsekamp wieder „Zweibahnstraße“

Wieder freie Fahrt: Autofahrer können den Weg Am Gänsekamp vollständig in beide Richtungen befahren.
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Wieder freie Fahrt: Autofahrer können den Weg Am Gänsekamp vollständig in beide Richtungen befahren.

Weyhe – Nach einer mehrmonatigen Testphase hat die Gemeinde die Einbahnstraßen-Regelung für einen Abschnitt der Straße Am Gänsekamp aufgehoben – dauerhaft. Die CDU hatte zuvor mit den Anwohnern diskutiert und deren Bedenken gegen den Test geteilt (wir berichteten). Zur Entschärfung der Verkehrssituation hat die Gemeinde im Kreuzungsbereich Kirchstraße/Am Gänsekamp nun Baken aufgestellt, um den Durchgangsverkehr aus Richtung Böttcherei kommend abzubremsen.

Die CDU-Fraktion begrüße diesen Schritt, kommentiert der Vorsitzende Dietrich Struthoff. Es sei inakzeptabel, dass man eine Straße sperrt und den Verkehr samt Schwertransporter über eine schmale Gemeindestraße führt, die zahlreiche Schlaglöcher hat und die von Kindergarten-Kindern und Radlern genutzt wird.

Auch die Anwohner äußern sich positiv über die Rücknahme der Einbahnstraßenregelung. Der Verkehr werde seit Freitag nicht mehr an seinem Haus entlang geführt. Es sei viel ruhiger geworden, sagt Jürgen Wesemann. Der 75-Jährige ist Anwohner der Kirchstraße. „Die Regelung war daneben, weil nur eine Straße von ihr profitiert. Und die ist mit Verkehrsberuhigung toll ausgebaut.“ Er könne nachvollziehen, wenn die Anwohner der Böttcherei über den Weg Am Gänsekamp Richtung Bremen fahren wollen. Die Kreuzung Böttcherei/Hauptstraße sei völlig unübersichtlich. Und man komme mit dem Auto nicht gut weg.

Silvia Hoopmann wohnt zwar nicht an der Kirchstraße, sondern im Areal an der Bonner Straße. Die Kirchstraße ist Bestandteil ihrer Gassi-Runde mit Mischling Puntita. „Ich bin hier selbst in Bedrängnis gekommen. An das vorgeschriebene Tempo 30 halten sich die Wenigsten. Manchmal hat man das Gefühl, dass die Autofahrer einen am liebsten beiseite schubsen möchten, insbesondere, als dort Baufahrzeuge Richtung Kindergarten gefahren sind.“

Youssif Ibrahim versteht die ganze Aufregung um die Einbahnstraße nicht. Der 26-Jährige habe bei seinen Spaziergängen nicht das Gefühl gehabt, dass die Straßen überlastet seien. Allerdings sei es grundsätzlich gut, wenn der Verkehr weniger geworden ist. Helga Placke dagegen macht deutlich, dass ihr und ihrem Ehemann eine große Last abgefallen sei. Beide plädieren dafür, dass die Gemeinde den jetzigen Zustand so lassen soll.

Dass die Kirchstraße nicht sofort saniert werden könne, weil es in einem anderen Straßenteil eine Baustelle gebe, wie Bürgermeister Frank Seidel gesagt hat, dafür zeigt Helga Placke Verständnis. Wenn die Gemeinde sich mit Anwohnern zu Gesprächen trifft, müsse die schon gute Pläne vorlegen, so Helga Placke, damit sie zustimme.

Von Sigi Schritt

Anwohner der Kirchstraße: Jürgen Wesemann.
Mit Mischling Puntita unterwegs: Silvia Hoopmann.

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