Gemeinde veräußert zwölf Flächen in Kirchweyhe für rund 1,5 Millionen Euro

Baugrund für Familien

+
Verwaltungsmitarbeiter Arne Meyer schaut sich auf einem Plan die Grundstücksaufteilung an.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die Gemeinde bietet in Kirchweyhe zwölf Baugrundstücke an, die jeweils eine Fläche von 600 Quadratmeter umfassen. Es seien ganz besondere Grundstücke, sagt Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Nicht etwa weil sie sich in unmittelbarer Nähe zum Krippenhaus und zur KGS Kirchweyhe befinden und damit in begehrter Lage sind, sondern weil die Vergabe erstmals nach neu gefassten sozialen Kriterien erfolgt und die Gemeinde keine Höchstpreise erzielen will.

Gute Chancen, Baugrund zu erwerben, haben Interessenten, die beispielsweise in einer Hausgemeinschaft mit pflegebedürftigen Menschen zusammenleben oder viele Kinder erziehen. Wer familienfreundliche und soziale Kriterien erfüllt, der steigt im Punktebewerbungssystem, kündigt der Rathausmitarbeiter Arne Meyer aus dem Fachbereich Bau, Planung und Umwelt an. Das formelle Verfahren dazu beginnt heute. Infos zu den Grundstücken und zu den die Vergabemodalitäten samt Bewerbungsunterlagen gibt es auf der Gemeindehomepage. Dort können sie heruntergeladen werden. Außerdem will die Verwaltung in einer amtlichen Bekanntmachung auf das Internet verweisen, hieß es.

Etwa 290 Bauinteressenten, die grundsätzlich ein Grundstück in Weyhe kaufen wollten, seien informell in eine Liste aufgenommen worden, berichtet Meyer. Diese Menschen will die Gemeinde anschreiben. Das Rathaus nimmt aber alle Bewerbungsunterlagen bis zum 15. Januar an.

Einen Finanzierungsplan müsse ein möglicher Käufer nicht vorlegen, versichert Meyer. „Wir nehmen jeden ernst und hoffen, dass auch jeder seine Bewerbung ernst nimmt.“

Die Gemeinde fordere nicht den Marktpreis, sondern lediglich den Bodenrichtwert. „Das sind bei dieser Lage 220 Euro pro Quadratmeter“, so der Bürgermeister. Diesen Wert habe eine Gutachterausschuss ermittelt.

Für ein Baugrundstück müssen Käufer also 132000 Euro bezahlen. Nebenkosten sind in dieser Rechnung noch nicht enthalten. Unterm Strich nimmt die Gemeinde mehr als 1,5 Millionen Euro ein.

Der Bürgermeister geht davon aus, dass die Gemeinde die Grundstücke erheblich teurer hätte verkaufen können. „Es geht nicht darum, eine Fläche für einen möglichst hohen Preis anzubieten, oder zu verlosen, denn dann würden soziale Kriterien, etwa ob der Käufer Kinder hat, nicht berücksichtigt.“

Wenn nicht innerhalb von drei Jahren mit dem Bau begonnen wird, dann wird der Kauf rückabgewickelt. Das sei eine privatrechtliche Vereinbarung, die mit dem Käufer vertraglich fixiert wird, erklärt der Bürgermeister. Wer kein Internet zur Verfügung hat, kann sich im Rathaus melden. Der bekommt die entsprechenden Unterlagen ausgehändigt.

Mehr zum Thema:

Felix Wiedwald über seinen Städtetrip, die kommenden Spiele und seine Ziele

Felix Wiedwald über seinen Städtetrip, die kommenden Spiele und seine Ziele

Kunstdiebstahl im Bode-Museum: Keine Spur von 100-Kilo-Münze

Kunstdiebstahl im Bode-Museum: Keine Spur von 100-Kilo-Münze

Christine Kaufmann (†): Bilder aus ihrem Leben

Christine Kaufmann (†): Bilder aus ihrem Leben

Küken liefern „PiepSchau“ in der Grundschule Asendorf

Küken liefern „PiepSchau“ in der Grundschule Asendorf

Meistgelesene Artikel

Frage zum Frühlingserwachen: „Wer braucht schon Moore?“

Frage zum Frühlingserwachen: „Wer braucht schon Moore?“

Polizei ermittelt gegen Bassumer Jugendtrainer

Polizei ermittelt gegen Bassumer Jugendtrainer

Frühjahrskonzert mit musikalischer Reise 

Frühjahrskonzert mit musikalischer Reise 

Frühlingsmarkt lockt Besucher

Frühlingsmarkt lockt Besucher

Kommentare