Gemeinde lässt in den Sommerferien die Grundschule Kirchweyhe für 300000 Euro sanieren

Die „Pinkelrinne“ hat ausgedient

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Chefsache: Jens Ehrlich von der Firma Ehrlich und Stork aus Bücken nimmt sich des Austauschs der „Pinkelrinne“ an.

Kirchweyhe - Von Philipp Köster. Staub liegt in der Luft. Und der Geruch von erhitztem Bitumen. Nicht nur das: Von der Jungentoilette aus beißt sich Uringestank in die Nase. Es handelt sich um die Duftmarken, die Generationen von Kirchweyher Grundschülern gesetzt haben.

Doch der Gestank hat bald ein Ende. Die sogenannte Pinkelrinne wird in den Sommerferien durch vier Urinale ersetzt, genauso wie die alten Fenster durch moderne, dreifach verglaste, die Akustikdecke in der Aula durch eine neue und Teppich durch Vinyl.

300000 Euro lässt sich die Gemeinde als Bauträgerin die Arbeiten kosten, berichten Astrid Bruns und Erika Janke von der kommunalen Gebäudewirtschaft. Dabei verschwindet teilweise das Bild aus den Kindertagen der Schule Mitte der 1920-er Jahre, zum Beispiel die wabenartige Deckenverkleidung in der Aula. Die Decke ist ohnehin sehr niedrig. Durch eine helle, freundliche Gestaltung mit zeitgemäßer LED-Beleuchtung soll der Raum künftig nicht mehr so gedrückt wirken. In der Aula wird zudem eine Einschubtreppe installiert. Sie erlaubt Technikern und dem Hausmeister den Zugang von innen über den Boden zur Lüftungsanlage, die die neue Mensa versorgt. Bislang gab es nur einen Weg von außen dorthin.

Heller und freundlicher wirkt bald auch der Flur. Maler haben die Klinkersteine überputzt und streichen die Wände weiß.

Klassenräume bekommen neben einem frischen Anstrich und dreifach verglasten Fenstern ebenfalls eine neue Rasterdecke, Tafelbeleuchtung sowie Anschlüsse und Zuleitungen für die Beamernutzung. Heizkörpernischen werden an vielen Stellen zugemauert und durch neue Plattenheizkörper ersetzt. Zudem sind die Klassenräume künftig teilweise verbunden.

Der hintere Eingangsbereich mit Windfang bekommt ein neues Gesicht, das Dach bleibt, erhält aber eine neue Abdichtung. „Die Kinder stehen bei Regen oft schon vor Schulbeginn darunter“, sagt Bruns. In den Büros der Schulleitung, der Sekretärin und im dazugehörigen Flur liegt bereits Vinyl. Zudem werden Schallschutztüren eingebaut.

Für den Haushalt 2016 hat die Gebäudewirtschaft schon weitere Klassenraumsanierungen in der Grundschule angemeldet. Damit wäre die Schule komplett modernisiert, sagt Astrid Bruns.

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