Kontrollen bleiben folgenlos

Gemeinde Weyhe kauft fünf neue Radargeräte

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Die Gemeinde will künftig fünf von diesen Geschwindigkeitdisplays einsetzen.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die einen regen sich über Blitzer auf und bezeichnen Radarfallen als Mittel, um „Wegelagerei“ zu betreiben, für andere könnten noch viel mehr Stellen eingerichtet werden, um an jedem Tag die Einhaltung von Tempo-Limits zu kontrollieren.

Die Gemeindeverwaltung setzt auf einen Mittelweg, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Wer gestern Vormittag auf der Lahauser Straße Richtung Jeebel unterwegs war, konnte dies sehen. 

Appell an die Eigenverantwortlichkeit

In Höhe Holzland Köhrmann „schossen“ Messbeamte Fotos, wer erheblich schneller als Tempo 50 gefahren ist. In der Kurve, in der die Straße Richtung Schule und Kindergarten abbiegt, zeigte eine Anzeige an, ob Autofahrer die neue Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Kilometern pro Stunde einhalten oder nicht. 

Derzeit sind in der Kommune nur zwei Geräte im Einsatz. Wie die Verwaltungsmitarbeiter Dierk Heitmann und Stefan Sommer gestern informierten, will die Gemeinde fünf weitere Geräte, alle solarbetrieben, zum Preis von je 2000 Euro anschaffen, die an die Eigenverantwortlichkeit der Verkehrsteilnehmer appellieren. „Es ist nicht die harte Keule, sondern löst einen Denkprozess aus“, sagte Sommer.

Dreifarbige Darstellung

Die Geräte nutzen den sogenannten Dopplereffekt, um die Geschwindigkeit zu errechnen. Radarstrahlen messen auf 100 Metern Länge die Veränderungen des Abstands zwischen dem Sender und Empfänger während der Dauer des Signals auf das fahrende Auto. Am Ende „spuckt“ eine LED-Tafel die errechnete Geschwindigkeit aus und stellt sie in Grün, Gelb oder Rot dar. Nur am Drohmweg direkt am Kindergarten will die Verwaltung mit Smiley-Zeichen arbeiten, damit auch Kinder merken, ob die Erwachsenen richtig fahren.

Weitere vier Standorte der Geschwindigkeitsdisplays an den Ortseingängen: an der Brinkumer Straße vor Hausnummer 5, Sudweyher Straße (Hausnummer 9), Heidstraße (Hausnummer 28) und Melchiorshauser Straße (Einmündung Peters Werder).

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