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Gemeinde beseitigt bald Buckelpisten

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Die Bahnhofstraße wird ausgebessert: Kaltasphalt soll Löcher und Risse in der Oberfläche verschließen. - Fotos: Schritt
Die Bahnhofstraße wird ausgebessert: Kaltasphalt soll Löcher und Risse in der Oberfläche verschließen. © Schritt

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die Straßen Schiffsstelle, In der Grämme, Siedlungsweg und Bahnhofstraße haben eines gemeinsam: Verkehrsteilnehmer, die auf ihnen unterwegs sind, müssen – zumindest in Teilbereichen – eine Buckelpiste hinnehmen. Ab August werden die Straßen instandgesetzt. Sie bekommen laut Mitteilung der Verwaltung eine „dünne Asphaltdeckschicht in Kaltbauweise“.

Zwei bis drei Wochen nach dem Abschluss wird eine Oberflächenbehandlung für die Versiegelung und die Griffigkeit aufgebracht. „Die Strecken werden nacheinander abgearbeitet und können 30 Minuten nach Fertigstellung wieder befahren werden“, kündigt Dierk Heitmann aus dem Fachbereich Bau und Liegenschaften an. Das sind insgesamt Wege von zusammen 1,6 Kilometer Streckenlänge.

Die Gemeinde wird die Anwohner nicht zusätzlich zur Kasse bitten, denn diese Fahrbahnsanierung finanziert sich laut Bürgermeister Andreas Bovenschulte durch die von der Politik beschlossene Anhebung der Grundsteuern. Bovenschulte will künftig Strecke machen und setzt auf ein strategisches Vorgehen. Deshalb hatte der Rat auf die Initiative des Verwaltungschefs die Mittel von 250.000 Euro auf 500.000 Euro verdoppelt. Das erklärte Ziel: das Straßenerhaltungsmanagement zu verbessern.

Sorgenkind: die Buckelpiste Schiffstelle.
Sorgenkind: die Buckelpiste Schiffstelle. © Schritt

Für Heitmann ist die Schiffsstelle ein besonderes Sorgenkind: Dort reiht sich Buckel an Buckel. Vor einigen Jahren habe der Bauhof bereits marode Stellen mit Kaltasphalt geglättet, doch jetzt müsse die Gemeinde wieder ran.

Bislang hat sie nach Darstellung des Bürgermeisters hauptsächlich zwei Vorgehensweisen gehabt. Entweder flickten Bauhofmitarbeiter Einzelschäden, oder die ganze Straße wurde erneuert. Nur wenn eine neue Trag- und Deckschicht aufgetragen wird, ist das beitragspflichtig. Das Rathaus legt jetzt sein Augenmerk auf ein Mittelding, das aber die Anlieger nicht direkt belastet. Mit der nun favorisierten Instandhaltung bekommen die Bürger nicht etwa eine neue Straße, erklärt der Bürgermeister, die Fahrbahnoberflächen werden jedoch großflächig saniert.

Ärgernis für Radwanderer: die Straße In der Grämme.
Ärgernis für Radwanderer: die Straße In der Grämme. © Schritt

Die neue Oberfläche kann – ähnlich wie ein Dach – die darunter liegenden Schichten vor Regen, Schnee und Eis schützen, weil das Wasser nicht mehr in die darunterliegenden Bauteile fließen kann. „Die hieraus entstehenden Schäden beispielsweise durch Frostsprengungen, werden vermieden“, so Dierk Heitmann. Der Vorteil liege auf der Hand. Dadurch werde die Nutzungsdauer der Straße verlängert.

„Diese Instandhaltungsreparatur ist mit einem Quadratmeterpreis von acht Euro laut Bovenschulte und Heitmann viel preiswerter als die Erneuerung mit einem Preis von 110 Euro je Quadratmeter.

Ärgernis für Radwanderer: die Straße In der Grämme.
Ärgernis für Radwanderer: die Straße In der Grämme. © Schritt

Die Firma AS Asphalt hat den Zuschlag nach einer beschränkten Ausschreibung bekommen, teilt die Verwaltung mit. Das Unternehmen aus Langwedel fordert für die Umsetzung 70.000 Euro. „Das war das wirtschaftlichste Angebot“, so Heitmann.

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