Gelungene Premiere im Garten des Leester Gemeindehauses mit leuchtenden Sternen und Lichterketten

Open-Air-Gottesdienste im Januar bei Schmuddelwetter?

Halten sich an die Abstands- und Hygieneregeln: Die Besucher der Open-Air-Gottesdienste der Leester Kirchengemeinde (Das Bild zeigt den um 17 Uhr.)
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Halten sich an die Abstands- und Hygieneregeln: Die Besucher der Open-Air-Gottesdienste der Leester Kirchengemeinde (Das Bild zeigt den um 17 Uhr.)

Weyhe – Sie sind eine Blaupause für weitere Gottesdienste in der Corona-Krise: Kurz vor Jahresende und mitten im Lockdown haben Besucher eine gelungene Premiere erlebt – mehrere Open-Air-Gottesdienste an Heiligabend.

Während andere Gemeinden ihre Veranstaltungen unter freiem Himmel abgesagt hatten, glaubten die Organisatoren in Leeste an die Umsetzung der Abstands- und Hygieneregeln. Küster Dieter Suhling zog in diesem Punkt zumindest eine positive Bilanz. Die Besucher verteilten sich auf dem großen Platz. Sie hatten sich zuvor per E-Mail registriert. Auch eine Einbahnstraßen-Regelung sei gut umgesetzt worden, berichtete Suhling.

Einen großen Anteil am Gelingen der Veranstaltungspremiere hatte der Unternehmer Michael Quittek. Er stellte nicht nur seine Lichterketten zur Verfügung, die den Platz zwischen dem Gemeinde- und dem Pfarrhaus erhellten, sondern auch sechs auf Paletten montierte Weihnachtssterne. Das Areal war in ein warmes, Besucher umschmeichelndes Licht gehüllt worden. Dazu bildeten kleinere Weihnachtsbäume eine stimmungsvolle Kulisse. Die Pastoren Holger Hiepler, Ulrich Krause-Röhrs und Gemeindereferentin Jutta Sievers (Ökumenischer Gottesdienst) standen auf einem Podest, dahinter spielte der Pop-Kantor Sören Tesch weihnachtliche Lieder auf einem E-Piano.

Um Spenden für das Hilfswerk Brot für die Welt einzunehmen, hatte sich die Kirchengemeinde etwas einfallen lassen. „Wir haben kurz vor dem Ausgang, den wir zur Kirchstraße verlegt haben, zwei Milchkannen mit großen Öffnungen aufgestellt“, so Suhling. Allerdings sei die erzielte Summe weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. In den zurückliegenden Jahren spendeten die Besucher der Heiligabend- und Weihnachtsgottesdienste weit über 5000 Euro. Ein solcher Betrag sei noch nicht mal im Ansatz erreicht worden. Deshalb schlägt der Küster vor, dass die Kirche einen vierstelligen Betrag locker macht, um sie dem Hilfswerk zu überweisen.

Diesen Vorschlag will Pastor Ulrich Krause-Röhrs unterstützen. Er ruft unter dem Stichwort „Brot statt Böller“ ebenfalls die Bürger auf, auf Feuerwerk zu verzichten, um für das Hilfswerk zu spenden. Die Brot-für-die-Welt-Projekte seien schon entschieden. „Geld ist längst eingeplant.“ Dem liegen die Erfahrungswerte der vergangenen Jahre zugrunde, erklärt Pastor Krause-Röhrs.

In der Corona-Pandemie erlebe das Hilfswerk nun eine „verquere Situation“, weil die Beträge, die veranschlagt sind, nicht wie erhofft reinkommen. Deshalb liege es an den Menschen, kurz vor Silvester die Geldbörse aufzumachen.

Außerdem teilte sich der Pastor mit der Felicianus-Gemeinde Besuche in den Senioren-Residenzen. „Ich war im Lechenhof und an der Bahnhofstraße, Gerd Brüning vom Felicianus-Kirchenvorstand war am Richtweg.“

Sollen nach der gelungenen Open-Air-Gottesdienst-Premiere weitere Veranstaltungen unter freiem Himmel folgen? Also auch bei Schmuddelwetter im Januar und Februar? „Welche Schlussfolgerungen wir aus den Heiligabend-Open-Air-Gottesdiensten ziehen, muss noch besprochen werden“, so der Pastor. Es sei auch möglich, dass Gottesdienste beispielsweise im Januar ausfallen.

Zurück zu Heiligabend: Krause-Röhrs fand die Stimmung klasse. Es gab ein beeindruckendes Bild. Er habe aber schon bemerkt, dass einige Weyher ihre zuvor angekündigte Teilnahme zurückgezogen hätten, weil der eigene oder der Schutz der anderen im Vordergrund stehe. Dass die Angst um die Gesundheit da ist, das kann der Pastor gut nachvollziehen. Für diesen Kreis hat die Kirchengemeinde drei Online-Beiträge im Angebot.


Die Leester Kirchengemeinde hat über ihre Facebook-Seite mehrere Online-Angebote. Dort sehen die Zuschauer einen professionell gemachten Kurzfilm über die Weihnachtsgeschichte (wir berichteten) und die Liveübertragungen von zwei Gottesdiensten – einen ökumenischen und einen zur Christnacht. Die Beiträge zusammen wurden mehr als 10 000-mal angeklickt und erreichten laut Facebook-Statistik mehr als 23 000 Internet-Nutzer. Sie sind zu sehen unter: www.facebook.com/
KircheLeeste/videos.

Von Sigi Schritt

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