Einrichtung wird 2018 fortgesetzt

Geldspritze für das Weyher Flüchtlingscafé

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Bürgermeister Andreas Bovenschulte übergibt an Karsten Damm-Wagenitz einen Geldbetrag in Höhe von 200 Euro. 

Weyhe - Das Flüchtlingscafé, das die Felicianusgemeinde seit Februar 2016 betreibt, wird im nächsten Jahr fortgesetzt. Das hat Pastor Karsten Damm-Wagenitz gestern im Rathaus auf Nachfrage angekündigt. Seine eigene, persönliche Entscheidung, im kommenden Jahr die Felicianus-Kirchengemeinde zu verlassen, um als Springer im Kirchenkreis Syke-Hoya zu arbeiten, habe keine Auswirkungen auf die Flüchtlingsarbeit.

Zwar hatte Pastor Albert Gerling-Jacobi das Projekt ehemals ins Leben gerufen, doch schnell habe Damm-Wagenitz es sich zu eigen gemacht. Das liege allein daran, dass er in Lahausen sein Büro hat und sich der Gemeinschaftsraum, in dem sich Flüchtlinge verschiedener Religionen und Weyher Bürger aufeinandertreffen, direkt vor seiner Nase befinde. 

Deshalb habe er es sich auch nie nehmen lassen, bei jedem Treffen dort vorbeizuschauen. „Außerdem zählt es zu meinen Aufgaben, im Abstand von sechs bis acht Wochen ein Helfertreffen zu organisieren.“ Der Pastor geht davon aus, dass sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin diese Arbeit fortführt. Bürgermeister Andreas Bovenschulte bezeichnete das Café als „wichtige Einrichtung“ der Wesergemeinde, um Menschen zu vernetzen.

„Wir wollen niemanden missionieren“

Das Allerweltscafé ist mittwochs in der Zeit von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Insgesamt 28 Helfer gibt es. „Wir können noch Unterstützung gebrauchen“, so Damm-Wagenitz, denn man müsse die „Dienste auch füllen können“. Diese üben derzeit Frauen und Männer mittleren Alters ebenso aus, wie Ruheständlerinnen und Pensionäre. Neben Tee und Kaffee bietet das Team frisches Obst und Kekse an. Über den Tag verteilt nehmen zwischen 80 und 100 Personen das Angebot der Kirchengemeinde an, berichtet Damm-Wagenitz. Dem multireligiösen Publikum mache es nichts aus, dass im Raum ein Kreuz hängt. „Wir wollen niemanden missionieren. Wir verstecken uns aber auch nicht, wir sind als Christen für die Menschen da.“

Deshalb will das Team eine Adventsfeier gestalten, in der Weihnachtslieder gesungen werden und es auch Gebäck gibt.

Da sich das Café aus Spenden finanziert, freut sich der Pastor über eine Geldspritze der Gemeinde in Höhe von 200 Euro. Die Kommune spart das Porto für die Weihnachtspost, und spendet den Betrag lieber.

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