Organisation zählt rund 1. 000 Aktive

Fest des Naturschutzbundes im Namen des Apfels

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Die jugendlichen Besucher konnten die Äpfel mit allen Sinnen genießen – zum Beispiel, indem sie aus Apfelstücken Saft pressten.

Weyhe - Der Naturschutzbund (Nabu) Weyhe feierte jetzt zum zweiten Mal ein Apfelfest. Er unterhält auf dem Gelände eine etwa einen halben Hektar große Streuobstwiese, auf der ungefähr 40 Obstbäume stehen, die meisten davon Apfelbäume.

In diesem Jahr sei die Apfelernte etwas geringer ausgefallen, erzählt Ulrike Buck, Beirätin des Nabu. Der Grund sei der Frost, dem zahlreiche Apfelblüten zum Opfer gefallen seien. Am besten sei die Ernte noch bei der Sorte Boskop gewesen.

Sieben Schafe seien auf der Wiese zu Hause, berichtet Buck weiter. Diese trampelten das Gras fest und fräßen die heruntergefallenen Früchte. Dadurch gebe es weniger Schädlingsbefall.

Auf dem Platz an der Böttcherei in Weyhe waren zahlreiche Stände aufgebaut, an denen sich die Besucher an verschiedenen Aufgaben versuchen konnten. Die Kinder waren aufgefordert, an einem Apfeldruckstand Wimpel zu bedrucken. An anderer Stelle standen Teile eines Baumstammes bereit, aus denen Insektenhotels gebaut werden konnten. 

Ein Stand war mit einer einen Quadratmeter großen Malwand bestückt, auf der in abgesteckte Vierecke Äpfel gemalt werden sollten. An einer Apfelpresse konnten sich die Kinder ihren Saft selbst zubereiten. In Fühlkisten waren unterschiedliche Früchte zu ertasten. Zu Stärkung der Besucher standen Kaffee und Kuchen bereit – natürlich in erster Linie verschiedene Apfelkuchen und Apfelteigwaffeln.

Nistkästen für Turmfalken und Schleiereulen

Der stellvertretende Vorsitzende Bernd Daneke lobte die gute Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Weyhe und dem Nabu. Zurzeit zähle die Organisation etwa 1.000 Mitglieder, die im vergangenen Jahr rund 4. 000 Arbeitsstunden geleistet hätten. Der Nabu Weyhe beschäftige sich aber nicht nur mit Apfelbäumen, betonte Daneke. Im vergangenen Jahr habe es zum Beispiel ein Projekt mit Nistkästen für Turmfalken und Schleiereulen gegeben. Die Ausbeute habe sich sehen lassen können. 

Man habe 25 Schleiereulen-Küken zählen können und 16 bei den Turmfalken. Der Nabu halte auch noch vier Wasserbüffel, die der Landschaftspflege dienten. Sie fräßen zum Beispiel harte Gräser, die Pferde nicht mögen, so Daneke. Außerdem badeten Wasserbüffel gerne und hielten damit Wasserlöcher offen, die der Vogelwelt dienten.

Am Nachmittag stand noch eine naturkundliche Führung durch die Streuobstwiese an, bevor das Apfelfest gegen 17 Uhr zu Ende ging. 

bos

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