Renate Hesse stellt ab Samstag in der Wassermühle Sudweyhe aus

Gegensätze, Natur und Asche

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Renate Hesse stellt in der Wassermühle abstrakte Zeichnungen, Acrylbilder und Tonobjekte aus.

Sudweyhe - Von Katharina Schmidt. Kunst ist seit fast 20 Jahren fester Bestandteil des Lebens von Renate Hesse. Lange hatte die Frau aus Kirchlinteln (Landkreis Verden) ihr Hobby in Kursen ausgelebt – doch sie wollte noch tiefer in die Welt der Farben und Formen eintauchen. Im Ruhestand beschloss sie, ein vierjähriges Studium der Freien Bildenden Kunst in Ottersberg aufzunehmen.

Dieses veränderte nicht nur ihren Alltag, sondern auch ihren Stil. Wie ihre Werke heute aussehen, können Besucher der Sudweyher Wassermühle ab Samstag in der Ausstellung „Natur-nah“ sehen.

Werke werden bei Hesse nicht geplant

Hesse präsentiert abstrakte Zeichnungen, Acrylbilder und Objekte aus Ton. Die Künstlerin, die ihren Studienabschluss „Bachelor of Fine Arts“ mittlerweile seit zwei Jahren in der Tasche hat, bezeichnet ihre Arbeitsweise als „informell“. Sie plant ihre Werke nicht, zeichnet nichts vor. Hesse fängt einfach an – der Rest entwickelt sich ihren Aussagen zufolge während des Arbeitsprozesses.

Vor ihrem Studium war das anders. Die Kirchlintelnerin hatte damals am liebsten Landschaften mit Ölfarben gemalt. An der Hochschule in Ottersberg hätte sie damit die Prüfungen aber nicht bestanden, vermutet Hesse. Also löste sie sich von den realistischen Abbildungen der Natur. „Ich bin einfach in die Abstraktion gesprungen.“ Einen Schritt, den sie nicht bereut. Das wird deutlich, wenn sie über ihre Werke spricht – so zum Beispiel während der Vorbereitungen für die Ausstellung in Sudweyhe.

Acrylwerke erinnern an Naturgewalten

„In den Zeichnungen gehen Gegenpole, wie organische Formen und geometrische Linien und Flächen, einen Dialog ein“, erklärt sie und deutet auf eines ihrer Werke. Als organisch bezeichnen Künstler Elemente, die an der Natur orientiert und daher kurvenreich sind. In Hesses Bildern stehen sie für Bewegung, Veränderung und Entwicklung – passend zum Ausstellungsthema „Natur-nah“. Die starren, eckigen Formen bilden einen Kontrast dazu.

Warum hat Hesse überhaupt das Thema „Natur-nah“ gewählt? „Der Mensch ist ein Teil der Natur und lebt von und mit ihr“, begründet die Kirchlintelnerin.

Organische Figuren dominieren auch die Acrylwerke der Künstlerin. Diese erinnern zum Teil an Naturgewalten. Auf die Leinwände hat Hesse neben Farbe selbst angerührte Pasten aufgebracht. „Sand, Asche, da kann auch Kaffee drin sein“, listet sie mögliche Zutaten auf.

Lediglich aus Ton bestehen ihre Skulpturen. Auch diese erinnern an die Natur. Manche ähneln Höhlen, andere Gesichtern.

Hesse: „Ob bei den Zeichnungen, Malereien oder Tonobjekten, alle Arbeiten eröffnen dem Ausstellungsbesucher eine Vielzahl an Möglichkeiten für eine individuelle Entdeckungsreise.“

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