Diskussion um das Baugebiet Westlich Hagener Straße und den Verkehr drumherum

„Vielleicht ist eine Einbahnstraße eine Lösung“

Sind auf der Hagener Straße keine Seltenheit: Szenen wie diese. Einige Meter weiter befindet sich eine Kita.
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Sind auf der Hagener Straße keine Seltenheit: Szenen wie diese. Einige Meter weiter befindet sich eine Kita.

Weyhe – Wird die Hagener Straße in Leeste zur Einbahnstraße? Bekommt der Bürgersteig Poller? Diese Vorschläge hat Antje Sengstake von der FDP vor der Abstimmung über den Satzungsentwurf zum Bebauungsplan Westlich Hagener Straße geäußert. Die FDP-Fraktion monierte, dass auf der „unsagbar engen Straße“ immer wieder Autos verbotenerweise auf den Bürgersteig ausweichen und damit die Sicherheit des Schulwegs und des Wegs zur Kita nicht gegeben sei.

Der Verkehr aus dem geplanten Wohngebiet mit mehr als 40 Wohneinheiten sei noch nicht eingerechnet. „Vielleicht ist eine Einbahnstraße eine Lösung“, pflichtete ihr Annika Bruck, Fraktionsvorsitzende der Grünen, bei. Die SPD jedenfalls will derzeit nicht über eine Einbahnstraße diskutieren. Sie halte den Vorschlag für einen Schnellschuss, so dessen Fraktionsvorsitzender Rainer Zottmann.

Obwohl die Grünen laut Bruck die Chancen des neuen 2,2 Hektar großen Wohngebiets sehen, das direkt an der neuen Straßenbahn liegen wird, und es Menschen gibt, die dort wohnen wollen, bleibe weiterhin ein Gefühl des Unbehagens übrig, so Annika Bruck. Die Grünen-Vertreterin sprach von einer „verpassten Chance“. Wenn man ein Wohngebiet entwickeln wolle, das in der zweiten Reihe liegt, dann hätte man mal darüber nachdenken können, ob man nicht vor dem Wohngebiet einen großen Parkplatz errichtet. Dann sei jeder Weg in diesem Gebiet wie eine Spielstätte, und man müsse nicht über Straßen und Geschwindigkeitsbeschränkungen nachdenken.

Der Sozialdemokrat Rainer Zottmann äußerte Verständnis für Brucks Bedenken. Es gebe in Weyhe kein anderes Baugebiet, für das die Verwaltung so viel Druck gemacht habe, so Zottmann. Das allein sei schon für sich genommen viel wert. „Natürlich geht es anders, aber das können wir beim nächsten Baugebiet so machen.“

Die CDU-Verteterin Ingrid Söfty äußerte sich entsetzt über die Positionen der Häuser, die ganz dicht an der Hagener Straße gebaut worden seien. Ein zweiter Bürgersteig komme dort nicht in Betracht. Wie Zottmann plädiert auch Söfty dafür, sorgfältig auf den Verkehr zu schauen. Die Fachbereichsleiterin Doris Salomé nickte und versprach, dass dort noch einiges geschehen werde. „Irgendwann müssen wir entscheiden“, so Zottmann da. Der Ausschuss empfahl mehrheitlich, den Bebauungsplan Westlich Hagener Straße als Satzung aufzustellen und den Anregungen oder anderen Empfehlungen zu folgen. Unter anderem habe eine Luftbildauswertung für einen Teilbereich im Nordosten einen kleinflächigen Kampfmittelverdacht ergeben. Gutachter empfehlen eine Sondierung. Sollten sich Hinweise auf Granaten, Panzerfäuste oder Minen ergeben, müssten die Erdarbeiten gestoppt und die Polizei benachrichtigt werden. Schädliche Bodenveränderungen oder Altlasten müssten die Bauarbeiter der Unteren Abfallbehörde des Landkreises ebenfalls melden.

Weiterhin teilt die Avacon AG mit, dass auf einer Grünfläche eine Trafostation geplant sei.

Namen für die Planstraßen gibt es auch: Sie sollen künftig Holunderstraße und Wacholderstraße heißen. Diese Namen setzen sich gegen Artemisstraße und Merianstraße durch.

Von Sigi Schritt

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