Gästeführung in Syke, Weyhe und Stuhr feiert zehnjähriges Bestehen

Ausflug ins Ammerland

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Der Weg nach Bad Zwischenahn führt über eine gewissenhafte Fahrkartenkontrolle im Pingelheini-Zug.

Leeste - Von Rainer Jysch. Die Gästeführung in den Gemeinden Syke, Weyhe und Stuhr besteht in diesem Jahr seit zehn Jahren. Anlass genug, den runden Geburtstag einen ganzen Tag lang mit einem besonderen Angebot zu feiern. Am Sonnabend ging es für mehr als 200 Gäste mit einem Oldtimer-Zug von Leeste nach Bad Zwischenahn im Landkreis Ammerland.

„Wir haben schon im Januar mit der Planung der Fahrt begonnen“, berichtet Gästeführerin Erika Christmann. „Innerhalb von wenigen Tagen war die Reise ausgebucht.“ Mit von der Partie war auch Angelika Wolf aus dem Bereich Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing des Rathauses.

Pünktlich um 10 Uhr verließ der 1956 in Esslingen bei Stuttgart gebaute Triebwagen mit einem Anhänger den Bahnhof in Leeste. Zwei 145 PS starke Dieselmotoren brachten das Gefährt auf eine maximale Geschwindigkeit von 75 Kilometern pro Stunde. Die stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Söfty verabschiedete die Teilnehmer. Da die Fahrt zu einem Reiseziel außerhalb der Gemeindegrenzen ging scherzte sie: „Ich hoffe, dass Sie alle wiederkommen.“

32 Fahrgäste waren bereits in Syke zugestiegen. In Leeste enterten 173 Gäste den Zug, musikalisch begleitet von Horst Hollwege am Akkordeon und Helmut Fellermann mit seinem Saxophon. „Muss i denn zum Städtele hinaus“ erklang im Zug. Die Fahrt ging zunächst nach Kirchweyhe auf das Hauptgleis der Deutschen Bahn (DB) und von dort über den Bremer Hauptbahnhof, Delmenhorst und Oldenburg zum Zielort am Zwischenahner Meer. Unterwegs versorgten die Gästeführerinnen und die Mitglieder des Leester Kleinbahnvereins die Passagiere mit Getränken. Fröhliches „Geschnatter“ der Fahrgäste mischte sich mit dem lautstarken Brummen der Dieselmotoren.

„Ab Oldenburg wird die Strecke eingleisig“, sagte Bernhard Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Leester Kleinbahn-Vereins, deren Mitglieder normalerweise mit dem „Pingelheini“ Nebenstrecken befahren. Um vorrangige Güterwagen vorbei zu lassen, hatte die Leitstelle der DB einen längeren Aufenthalt am Bahnhof in Oldenburg vorgesehen. Dazu kam es aber nicht. Alle Signale standen auf Grün, so dass die Reisegruppe den Bahnhof in Bad Zwischenahn um 12 Uhr erreichte – eine halbe Stunde vor der planmäßigen Ankunftszeit. Bei herrlichem Sommerwetter lagen fünf Stunden Aufenthalt in Bad Zwischenahn vor den Besuchern.

Im Zentrum des Kurortes konnten die Gäste aus Syke, Weyhe und Stuhr an zwei Führungen teilnehmen, die von örtlichen Gästeführerinnen begleitet wurden. Einblicke in die Geschichte des 28000-Seelen-Ortes und des Landkreises gab es da zu hören und zu sehen. Um 17 Uhr hieß es dann Abschied nehmen von der „Perle des Ammerlandes“. Um 19 Uhr waren die Fahrgäste, die in Leeste zugestiegen waren, wieder an ihrem Zielort angekommen. Bereits während der Rückfahrt waren nur zufriedene Stimmen zu hören. „Das war ein toller Tag“, sagte eine Teilnehmerin.

Gästeführung mit Oldtimer-Zug

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